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Leserbrief - Zu „Genau das Gegenteil ist der Fall“ (FN, 10. März) „Farbskala weitgehend durchdekliniert“

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Der Autor behauptet, dass „man im Sommer immer wieder Äcker, auf denen Blumen und Wildkräuter blühen“, auf einer Fahrt „durch die Felder“ sieht.

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Unabhängig von Landschafts- und Naturschutzgebieten bleibt er die Antwort schuldig, wo dieses Paradies für Fauna, Flora und Insekten stattfindet.

Der Hinweis auf einen zwei Hektar großen Landstrich und auf einen drei Meter breiten Ackerstreifen in Standorf ist atemberaubend und zynisch.

Man kann die Romantische Straße und das Taubertal rauf und runter fahren; man wird wunderschöne bis dicht an den Horizont heran reichende Monoplantagen mit Sonnen- und Mohnblumen, blühendem Klee, sowie „Wiesen“ mit reichlich Löwenzahn und Butterblumen besichtigen können.

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Damit wäre die Farbskala weitgehend durchdekliniert.

Zum Thema Insektensterben wird dann auch noch eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt als Alibi in Anspruch genommen. Wohl wissend, dass die besagte Studie über die Auswirkungen der Windkraftanlagen, von den Autoren – in wissenschaftlicher Bescheidenheit – mit Fragezeichen versehen wurde.

Und dann werden noch die Windschutzscheiben der automobilen Gesellschaft für das Insektensterben verantwortlich gemacht, um die industrielle Landwirtschaft vom Insekten-Genozid freisprechen zu können.

Jeder Autopilot verfügt über eigene Erfahrung, wie häufig der Insektentod die Frontscheibe verdunkelt, den Durchblick behindert und der Scheibenwischer in Gang gesetzt werden musste – im vergangenen Sommer.

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