„Es geht nicht ohne ,Leos‘“

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Leserbrief zu „Kiew muss weiter auf den Leopard warten“ (FN, 21. Januar).

Wer hat mehr Angst vorm Leopard?

Offensichtlich Scholz, mehr als Russland haben sollte. Die „Panzerfrage“ schädigt Deutschlands Ansehen weltweit. Während UK endlich vorangeht, zaudert der Kanzler aus bisher ungeklärten Gründen weiter. Um teils haarsträubende Ausreden ist Scholz hier bekanntlich nicht verlegen. Sieht so die vor der Wahl vollmundig angekündigte Führung aus? Sicher nicht. Scholz führt nicht, er folgt nicht einmal, er wird offenbar widerwillig hinterhergezerrt. Schützen- ohne Kampfpanzer zu liefern ist, wie der Chirurgie das Skalpell zu verweigern.

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Die Leoparden werden ohnehin geliefert werden müssen, soll die Ukraine die russischen Anstürme überstehen und ihr ganzes Land befreien. Kein anderer westlicher Panzer eignet sich besser. Jeden Tag sterben dort unzählige geliebte Menschen, Unschuldige. Babys werden aus Kinderkliniken gebombt.

Die deutsche Verzögerungstaktik ist mindestens unterlassene Hilfeleistung. Würde sie wenigstens vernünftig erklärt werden, aber es werden ständig neue, unhaltbare Scheinargumente genannt. Mehr nicht.

Die russische Armee muss auf dem Feld geschlagen werden, so massiv, dass Russland zu Verhandlungen gezwungen wird oder die Armee einen Staatsstreich vollzieht. Vorher gibt es derzeit keine Aussicht, die Schlächter im Kreml vom Morden abzuhalten. Das geht nicht ohne „Leos“. Die Ukraine muss siegen, Russland verlieren, bevor seine Rüstung den Point of no Return erreicht. Die Zeit drängt. Russland würde in Lwiw nicht Halt machen. Wehe uns im Westen, wenn die Ukraine fällt.