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Leserbrief - Zur Entscheidung, die Fußball-Bundesliga wieder spielen zu lassen „Einmal Currywurst mit Pommes – und Fußball“

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Endlich ist es soweit. Endlich haben unsere führenden Politiker ein Einsehen gezeigt und den ach so notleidenden Clubs des Profifußballs gestattet, ihren Spielbetrieb fortzuführen, wenngleich in leicht abgewandeltem Modus. Endlich müssen wir nun vielleicht nicht mehr mit ansehen, wie einer dieser Clubs aus höchst prekärer Lage heraus seinen Angestellten Manuel Neuer mit einem kärglichen Salär von gerade mal einer Million Euro abspeisen muss – monatlich, versteht sich. Endlich muss eben dieser Club einem anderen seiner Angestellten nicht mehr zumuten, seinen Hunger ganz banal durch den Verzehr vergoldeter Steaks zu stillen.

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Nachdem Branchen von weitaus größerem volkswirtschaftlichem Nutzen und auch die wahre Kultur wegen der Sars-CoV-2-Pandemie inzwischen völlig darniederliegen, ja, selbst in der Medizin Sparten bestehen, deren Systemrelevanz per Verweigerung eines Schutzschirms offenkundig negiert wird, und nachdem in unseren Nachbarländern Frankreich, Belgien und den Niederlanden anders entschieden wurde (alles bedeutende Fußballnationen), fragt man sich schon nach dem wahren Grund der Sonderbehandlung, ja Hofierung des deutschen Profifußballs. Antwort vermag vielleicht die Geschichte zu geben: Schon Iuvenal (58 bis 138 n. Chr.) wusste, dass die Plebs effizient ruhig zu stellen sei, indem man ihr „panem et circenses“ (heute: „Einmal Currywurst mit Pommes – und Fußball“) verabreiche. Honi soit qui mal y pense!

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