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Leserbrief - Zu „Bizarrer Streit um die Sommerzeit“ (FN, 22. März) „Einfach mal ausprobieren“

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Seit Jahren versucht die EU die Zeitumstellung zu beenden. Es scheitert aber daran, dass man sich scheinbar nicht einigen kann, ob auf ewige Winter- oder Sommerzeit umgestellt werden soll. Wie wäre es, wenn man die Winter- und Sommerzeit wie bisher hätte und die Uhren quasi statisch umstellt?

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Sowohl März und April als auch September und Oktober haben 60 Nächte. Im Frühjahr stellt man die Uhren dadurch vor, dass jede Nacht die „Minute“ 0.00 Uhr ausfällt, das heißt, die Uhr springt von 23.59 auf 0.01 Uhr des nächsten Tags. Auch das Jahr 0 gab es nicht und in der hochdigitalisierten Welt sollte dies kein Problem sein. Im Herbst stellt man die Uhren zurück, indem die Uhr jeden Abend die Minute 24:00 Uhr vollständig durchläuft und den nächsten Tag mit 0:00 Uhr beginnt.

Keiner merkt es und wir haben unsere gewohnte Sommer- und Winterzeit. Noch ein Vorteil im Frühjahr: Durch das Vorstellen um eine Minute wird auch morgens die Sonne jeden Tag früher aufgehen, da die Zunahme der Tageslänge in diesen Monaten über zwei Minuten liegt. Da die wahre Sonnenzeit in diesen Monaten bis maximal 15 Minuten von der mittleren Sonnenzeit abweicht, ist ein Tag (Zeitdifferenz zweier Kulminationspunkte) mit exakt 24 Stunden sowieso viel zu hoch bewertet. Und für die DB ist’s eh wurscht…

Damit wäre allen geholfen: Denjenigen, die weiter Sommer-/Winterzeit wollen, und denjenigen, denen eine Stunde Zeitumstellung in einer Nacht für enorme Belastung sorgt. Im ersten Moment klingt dies bescheuert – aber besser als keine Lösung. Für 2022 ein zu prüfendes kreatives Experiment – einfach mal ausprobieren.

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