AdUnit Billboard

Leserbrief - Zu „Die letzten Biotope besser schützen“ (FN, 20. März) „Die Gesetzeslage bremst uns aus“

Lesedauer

Ich gebe Herrn Bau Recht, dass extra angelegte Erdwege und befestigte Feldwege erhalten bleiben müssen. Die Befestigungen werden auch zur Stabilität der Wege benötigt. Leider gibt es auch hier schwarze Schafe.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Wir Landwirte bekommen Beihilfen und werden dafür streng kontrolliert. Wir müssen unsere Flächen Quadratmeter-genau anmelden. Bei Kontrollen gibt es auch Abzüge, wenn Äste in das Feld hineinragen. Wer selbst großzügig ist, und seine Grünlandfläche kleiner beantragt als im Vorjahr, weil er feststellt, dass die Hecke in seine Wiese hineingewachsen ist, bekommt eine Anhörung wegen Grünlandumbruch. Also greift er zur Motorsäge und schneidet die Hecke. Ein weiteres Beispiel sind Bienenkästen. Aus Gutmütigkeit erlauben wir den Imkern, dass sie Ihre Völker in die Wiese stellen. Die Grundfläche der Bienenkästen wird als „nicht beihilfefähig“ abgezogen. Mit den paar Cent Abzügen, die durch Kontrollen anfallen, könnten wir Landwirte leben. Aber daraus ergeben sich auch Folgen. Jeder Landwirt mit Abweichungen erhält zunächst eine Anhörung. Diese hat den Auszahlungsstopp der gesamten Beihilfe zur Folge. Weiterhin heißt es dann in der Statistik, dass bei einer hohen Anzahl an Landwirten die Beihilfen gekürzt werden musste. Dort steht aber nicht, dass dies nur geringe Kürzungen sind, die in keinem Verhältnis zu den hohen Kontrollkosten stehen. Und so wird jeder Beihilfeempfänger, der eine Anhörung erhalten hat, dafür sorgen, dass der Beihilfeantrag im nächsten Jahr fehlerfrei ist. Wir Landwirte würden gerne mehr für den Naturschutz machen. Aber die Gesetzeslage bremst uns aus.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1