Leserbrief - Zu "Watzke: Wir knicken nicht ein" (FN 13. April) Dem Mammon unterworfen

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Als Fan und Christ bin ich auch noch ein paar Tage nach dem Anschlag auf den Bus des BVB traurig. Als Fan des Fußballs "leide" ich mit den jungen Spielern, die nur durch Glück (!?) einem Mordanschlag entkommen sind. Was wird ihnen durch die Köpfe gegangen sein, wie werden sie geschlafen haben, inwieweit hat sich dieser Schock auf das verlorene Spiel ausgewirkt?

Als Christ bin ich traurig, dass "man" zwar entsetzt ist über den vermutlichen IS-Angriff; gleichzeitig ist die Ansetzung des Spieles einen Tag später "alternativlos" gewesen. Diese Aussage hat mich wirklich geschockt, "alternativlos". Das heißt in der letzten Konsequenz: Wenn der Spieler, der sich nur die Hand schwer verletzt hat, zu Tode gekommen wäre, hätte das Spiel einen Tag später stattfinden müssen; das heißt "alternativlos".

Mich ärgert es maßlos, dass in unserer Gesellschaft alles dem Mammon unterworfen ist. Das heißt, der Spielkalender der UEFA und des DFB steht über allem, weil es um viel, ja um sehr viel Geld geht. Der Mensch (ja, auch der Profi!) bleibt auf der Strecke. Gnade Dir Gott, wenn Du da als Mensch keinen festen Halt im Glauben hast! Du bist abhängig vom "Alternativlosen" (der anderen, der Gesellschaft, des Erfolges, des Spielplanes, und so weiter)!

Ich wünsche den Menschen die innere Freiheit, dass es "immer" Alternativen gibt!

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