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Leserbrief - Zum Thema Schlachthof Tauberbischofsheim und der täglichen Tierquälerei Das Ess- und Kaufverhalten ändern

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Der tägliche Wahnsinn mit der Tierquälerei: Wir regen uns jetzt, zu Recht wohlgemerkt, über diese Barbarei auf. Doch müssen wir begreifen, dass das nicht nur im Schlachthof Tauberbischofsheim geschieht, sondern in jedem Schlachthof mehr oder weniger.

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In Deutschland werden jedes Jahr 750 Millionen Tiere geschlachtet – und das in immer weniger Schlachthöfen.

Die Tiere müssen im Akkord geschlachtet werden, und die Mitarbeiter erhalten Dumpinglöhne. Unser Landrat Frank ließ im Radio verlauten, dass alles aufgeklärt und für das höchste Tierwohl gesorgt wird. Höchstes Tierwohl gibt es nicht bei Akkord-Schlachtung.

Es muss uns Verbrauchern klar werden, dass dieses Tierleid nicht nur in Schlachthöfen an der Tagesordnung ist, sondern jeden Tag auf unseren Straßen mit den Qualtransporten quer durch Europa bis nach Afrika und Asien, in brütender Hitze oder Eiseskälte, geschieht.

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Vor kurzem wurde ein Tiertransporter gestoppt, der die Kühe in seinem Lastwagen in zwei Ebene gepfercht hatte, die konnten also nicht stehen, weder die unten noch die oberen Kühe. Dann die so geförderte Massentierhaltung. Es wird nur noch das Große, Gigantische gefördert. Immer höher, immer weiter.

Uns Verbrauchern muss klar sein, dass sich nur etwas ändert, wenn wir unser Ess- und Kaufverhalten ändern. Es wäre schon ein Anfang, wenn jede Familie nur ein bis zwei Tage in der Woche auf Fleisch und Wurst verzichten würde, man muss nicht gleich Vegetarier werden. Das würde niemand weh tun und wäre gesund.

Damit unsere Gesellschaft nicht noch mehr verroht, müssen wir etwas ändern. Wir Verbraucher haben die Macht.

Vor einer Woche stand in der Zeitung, dass 25 Prozent des Fleisches aller in Europa geschlachteten Tiere im Müll landet – und wenn die ganze Welt das ebenso machen würde, bräuchten wir drei Erden. Es ist unvorstellbar, dass Milliarden Tiere für den Müll leiden müssen.

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Lieber nur das einkaufen, was man auch verbraucht, so dass man nichts wegwerfen muss. Es muss den Lebensmitteln wieder mehr Stellenwert eingeräumt werden, nicht umsonst steckt darin das Wort „Leben“.

Was erwarten wir denn bei den immer billiger werdenden Lebensmitteln, jede Woche liest man in der Zeitung von Rückrufaktionen verunreinigter Lebensmittel, und die werden immer mehr.

Wie wir sehen, können wir uns nicht auf die Kontrollorgane verlassen, von deren Tun anscheinend niemand Kenntnis hat, auch wie in diesem Fall nicht unsere Landesregierung (Herr Hauk).

Von den Politikern hört man nur immer wieder, es gibt Gesetze. Was nutzen Gesetze, wenn sie nicht eingehalten werden und die Befolgung von den Behörden nicht durch qualifiziertes und verantwortungsvolles Personal kontrolliert wird.

„Die Welt wird nicht bedroht von Menschen, die Böses tun, sondern von denjenigen, die untätig zusehen“ (Albert Einstein).

Nicht die Tiere sind schuld, sondern die Menschen, die im Stande sind, unsere eine Erde kaputt zu machen. Hinterlassen wir unseren Nachkommen doch noch eine lebenswerte Erde, und packen wir es heute noch an.

Wir danken Herrn Thilo Duschner, Tauberbischofsheim, für seinen Leserbrief, das haben wir nicht gewusst.

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