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Leserbrief - Zum Kommentar „Worin liegt der Skandal?“ (FN, 1. April) „Darin liegt der Skandal“

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Es ist zutreffend, dass Daimler und Belegschaft in die sozialen Absicherungssyteme der Arbeitnehmer einzahlen. Dass dies aber auch Arbeitgeber tun, die aktuell keine staatlichen Leistungen in Anspruch nehmen (können) und die gemessen an ihrer Wirtschaftskraft anteilig mehr schultern, unterschlägt der Kommentator Klay.

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Ebenso, dass der Strukturwandel in der Mobilität eine gewaltige Anschubfinanzierung durch den Steuerzahler erfährt, auch wenn er das alleinige Fokussieren auf individuelle Mobilität durch eAutos nicht gutheißen kann. Hier wird das Zurückfallen im Strukturwandel gegenüber Wettbewerbern auch noch belohnt. Inwieweit der Konzern selbst Anteil daran hat, mögen andere beurteilen. Mir zumindest liegen die Spottkommentare über Tesla noch in den Ohren.

Fakt ist, und das zeigt dieser Fall sehr deutlich, dass unter Kanzler Kohl mit der größten Privatisierungswelle der Geschichte der Bundesrepublik die Marktwirtschaft einen Wandel genommen hat, der es begünstigt, dass Verluste zunehmend sozialisiert und Gewinne privatisiert werden. Würde die Kaufprämie allein auf das Konto des Autobauers gehen, würde die Dividende sicher geringer, wenn nicht sogar negativ ausfallen – darin liegt der Hase im Pfeffer.

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