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Leserbrief - Zu „Özil sitzt Fragen aus“ und „Ballast für Russland“ (FN, 7. Juni) Darf der Fußball alles?

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Darf der Fußball alles? Es ist Fußballhochzeit; wann eigentlich ist das nicht der Fall? Auch ich bin ein Fußballfan; aber kein Fan von dem, was sich der Fußball alles erlaubt. Da wird ein Funktionär ins Gefängnis geschickt, und später ist er wieder der erste Mann in seinem Verein. Da wird zur Weltmeisterschaft ein Markt von Fanartikeln geöffnet; und der Plastikmüll bekommt Hochkonjunktur.

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Da werden zwei Nationalspieler zu Wahlkampfzwecken „missbraucht“; als Dankeschön werden sie auch noch vom Bundespräsidenten empfangen.

Die Funktionäre der FIFA, der UEFA des DFBs begeben sich vor den Karren besonders „lupenreiner Demokraten“.

Diese Demokraten „missbrauchen“ den Fußball für teilweise „undemokratische Zwecke“ (Putin braucht „Brot und Spiele“, weil es dem Volk wirtschaftlich nicht gut geht; Erdogan will die Wahl im Juni gewinnen, folglich „bedient“ er sich zweier Nationalspieler aus Deutschland).

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Und die Spieler selbst? Natürlich wissen sie um diese Öffentlichkeit! Natürlich wird durch dieses Schauspiel ihr Marktwert erhöht.

Wenn auch nur irgendein Politiker oder ein Mann der Kirchen sich das erlauben würden, der Aufschrei in unserer Mediengesellschaft wäre sehr groß.

Aber der Fußball darf alles!

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