Leserbrief - Zum Waldbericht des Kreisforstamtes über den Creglinger Stadtwald Da kommen böse Vorahnungen auf

Von 
Leserbrief-Schreiber: Robert Bergmann (Freudenbach)
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Während das Kreisforstamt in seinem kürzlich dem Creglinger Gemeinderat vorgestellten Jahresbericht den Ausbau der Erholungsfunktion des Klosterwalds und andere hehre Grundsätze als Ziel in den Vordergrund stellt, verkommt der Klosterwald - vermutlich durch die dort aufgrund behördlicher Vorgaben beim Ruin des Klosterwalds "Hand anlegenden" Arbeiter - immer mehr zur mit Exkrementen bestückten Fäkalienkloake. Nach Dienstschluss den Ort des Naturfrevels in den Abendstunden öfters abschreitende Passanten jedenfalls berichten von einer in letzter Zeit verstärkt beobachteten Häufung unappetitlich anzusehender Notdurftstellen, die mit entsprechendem Papier "garniert" sind, teilweise direkt am Wegesrand beziehungsweise nur "notdürftig" versteckt hinter Bäumen oder Unterstehhütten. Möglicherweise liegt dies an der viel zu geringen Anzahl der im gesamten Areal - wenn überhaupt - verstreut aufgestellten Dixi-Toiletten-Kabinen, die eventuell nur nach längerem Fußmarsch erreicht werden, so dass ein "unter Druck" stehender Arbeiter gleich in der Nähe seiner Arbeitsstelle - der Not gehorchend - zur Tat schreitet und "sein Geschäft" verrichtet.

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Ob sich allerdings nach Abholzung ökologisch sensibler Teile des Klosterwalds unter diesen weiter verschlechterten Rahmenbedingungen die Erholungsfunktion des Klosterwalds - wie laut Bericht des Kreisforstamts vorgesehen - tatsächlich qualitativ steigern lässt, darf bezweifelt werden. Ohnehin trauten die beim Vortrag des Jahresberichts bei der Gemeinderatssitzung anwesenden Bürger ihren Ohren nicht, als der Referent angesichts des vom in Sachen Natur- und Landschaftsschutz einmal mehr völlig versagenden Landratsamts Main-Tauber eingeräumten Sofortvollzugs sowie des daraufhin von den Initiatoren/Investoren veranlassten Naturfrevels und des "am Boden liegenden" Walds doch tatsächlich von einem "neutralen" Zustand des Klosterwalds sprach.

Mancher auf den Zuschauersitzen anwesende Bürger verglich diese Ausführungen mit einer verspäteten Büttenrede oder einem verfrühten Aprilscherz und vermutete, dass der Referent aufgrund seiner so gar nicht auf den Klosterwald zutreffenden Äußerungen wohl das Redemanuskript verwechselt habe und tatsächlich einen Wald ganz woanders beschrieben hat, als er auf die Artenvielfalt, Totholzräume et cetera eingegangen ist und andere vermuteten gar, dass er vermutlich vor zehn Jahren das letzte Mal vor Ort im Klosterwald anwesend war.

Auf alle Fälle hat er anscheinend die so genannte Baustelle" (Klosterwald) noch nicht besichtigt. Angesichts dieser geschönten Waldzustandsbeschreibung keimten böse Vorahnungen auf, als der Referent eine von einem "Sachverständigen" im Sommer durchzuführende "umfassende Analyse" ankündigte, was die mit "Gefälligkeitsgutachten" in Sachen Klosterwald schon leidvoll konfrontierten BI-Mitglieder an den Spruch erinnerte "Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast".