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Leserbrief - Zu „Long Covid . . .“ (FN, 15. Januar) „CFS-Patienten haben erneut keine Lobby“

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Ja, es ist schlimm an Corona zu erkranken und dann auch noch Long Covid zu bekommen, und es tut mir um jeden Patienten leid, dem dieses Schicksal widerfährt.

Doch eigentlich gibt es diese Krankheit schon viel länger, sie ist aber nie erforscht, geschweige denn ernst genommen worden. Es handelt sich um ME/CFS (Chronisches Fatique Syndrom).

Deutschlandweit gibt es mehr als 300 000 Betroffene, weltweit rund 17 Millionen, vorwiegend junge Menschen, die von heute auf morgen aus einem aktiven Leben in eine unüberwindbare Erschöpfung fallen. Obwohl 1969 von der WHO als neuro-immunologisch klassifiziert, ist diese schwere Erkrankung bis heute ohne Unterstützung, ohne klinische Forschung und ohne Behandlung geblieben.

Für Patienten aber besonders schlimm ist, dass viele Ärzte diese Krankheit gar nicht kennen und sie deshalb immer wieder als psychisch abgetan wird.

Durch Long Covid gäbe es jetzt die Möglichkeit auf Forschung und Unterstützung, da diese Krankheiten eigentlich gleich in der Symptomatik sowie der Ursache zu finden sind.

Doch die Forschung erhält nur Geld für Long Covid-Patienten. CFS-Patienten haben erneut keine Lobby und sind auf Privatspenden angewiesen, damit an der Uni Erlangen auch für sie geforscht werden kann.

Diese Ungerechtigkeit kann ich nicht nachvollziehen. Wie lange müssen ME/CFS-Patienten noch warten, bis für sie etwas getan wird?

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