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Leserbrief - Zum Artikel „Ohne Diskussion. . .“ (FN 23. Oktober) Bürgerbeteiligung ist nicht gewünscht

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In Weikersheim steht für die Bürger und Bürgerinnen die wichtigste Entscheidung für die kommenden acht Jahre an: wer soll als Bürgermeister die weitere Entwicklung der Stadt wesentlich mitgestalten? Um so eine Entscheidung treffen zu können genügt es nicht, wenn man nur die Selbstverlautbarungen der beiden Kandidaten kennt.

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Als Bürger will ich genau wissen: wo unterscheiden sich die Kandidaten? Wie gehen sie mit den wirklich schwierigen Fragen um? In ihren Selbstdarstellungen höre ich nur Dinge, die unverfänglich und allgemein akzeptiert sind: ich werde die Stadt weiterentwickeln, ich bin für Klimaschutz, ich achte die Bürger und werde mit ihnen in Dialog treten und so weiter. Auf dieser Grundlage kann ich keine Entscheidung treffen. Bei der letzten Bundestagswahl haben wir mehrere Diskussionsrunden erlebt, in den die Kandidaten gegeneinander antraten, sich Fragen der Bürger stellen mussten. Und da wurden dann die Unterschiede sichtbar.

Ich finde ich es völlig unverständlich – und undemokratisch – dass der Weikersheimer Gemeinderat bei der einzigen Gegenüberstellung der Kandidaten Fragen und Diskussion ausschließt und nur zweimal 20 Minuten Selbstvorstellung zulässt. Hat man Angst vor den Fragen der Bürger, traut man ihnen keine klugen Fragen zu, glaubt man nicht an eine sinnvolle Debatte, oder fühlt man sich dieser nicht gewachsen? Ich weiß es nicht. Ich sehe in diesem Beschluss genau das, was in Weikersheim deutlich zu spüren ist: Bürgerbeteiligung ist nicht gewünscht. Sie stört anscheinend das ruhige politische Geschäft.

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