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Leserbrief - Zu „Gerd Müller bleibt der Bomber. . .“ (16. Mai) Bitte nicht vom Punkt

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Alles jubelt derzeit über Robert Lewandowski, der den 48 Jahre alten Saison-Rekord mit 40 Bundesliga-Toren von „kleines dickes Müller“ (so Trainer Tschik Cajkovski) mit seinem achten Elfmeter in der Auswärtspartie beim SC Freiburg egalisierte. Ganze 59 Minuten dauert es im Schnitt pro Spiel, bis der Pole wieder ins Schwarze trifft.

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Doch der FN-Leserbrief vom 18. Mai lässt auf den „Bomber der Nation“ Gerd Müller nichts kommen: Schließlich „müllerte“ es – ganz ohne Elfmetertor – in der Saison 1971/72 immer aus dem Spiel heraus, während „Lewi“ acht Mal nur „vom Punkt“ traf. Es waren zwar nicht zehn Elfmeter-Tore, wie der Leserbrief-Schreiber mit dem Treffer in Freiburg gezählt haben will, aber die Wertigkeit eines Treffers aus dem Spiel heraus wird vom ihm zu Recht höher bewertet.

Heute droht regelmäßig ein Elfmeter-Drama, weil mit dem VAR in der Rückhand der Fußball in der Box kein Kontaktsport mehr zu sein scheint. Denn lässt der Schiri bei einem energischen Zweikampf seine Pfeife stumm, könnte der VAR vielleicht eine Fehlentscheidung monieren. Um dies zu vermeiden, wird zunehmend „im vorauseilenden Gehorsam“ gepfiffen und auf den Punkt gezeigt. Das lässt weniger Widerspruch aus dem Kölner Keller erwarten. Die exzellent trainierten Fußballer machen sich die geschwächte Autorität des Unparteiischen clever zunutze und „zelebrieren“ bei einer gerne auch provozierten Berührung theatralisch „den sterbenden Schwan“.

Ein Gerd Müller musste sich noch regelmäßig mit Abwehrrecken plagen, die ihm auf den Füßen standen. Im modernen, schnelleren Fußball hat sich die Raumdeckung durchgesetzt, doch wer wie Lewandowski „Angst und Schrecken“ im Strafraum verbreitet, hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, bevor sich der Torgarant wieder einmal davonschleichen kann. Doch wie die Dinge liegen wird er am letzten Spieltag gegen Augsburg todsicher wieder treffen und alleiniger Rekordhalter werden. Möglichst bitte nicht vom Elfmeterpunkt nach einer „Schwalbe“ - oder einer „Hand“, weil ein Verteidiger es versäumt hat, im Strafraum tunlichst nur mit beiden Armen auf dem Rücken zu agieren.

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