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Leserbrief - Zur FN-Berichterstattung über das Vorgehen beim Bestellen von Impfstoff „Bieten Sie einen marktgerechten Preis an“

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Biontech will 400 Millionen Euro Steuergeld zur Erhöhung der Produktionskapazitäten. Dazu äußert sich der Finanzvorstand Sierk Poetting. Ich zitiere wörtlich: „Es könnte idealerweise (1) dazu führen, dass mittelfristig (2) Kapazitäten erhöht werden könnten (3)“. Zynisch könnte man das auch so übersetzen: Wir müssen für den Weltmarkt mehr produzieren, und Ihr, die EU, bekommt vielleicht (1) um Weihnachten (2) herum, etwas (3) mehr. Eine absolut dreiste Forderung. Dazu muss man wissen, dass sie täglich nur in Deutschland ungefähr vier Millionen Impfdosen herstellen. Setzt man das in Kontext, dass bei uns bisher 3 369 433 Impfungen bis 9. Februar vorgenommen wurden, so ergibt das täglich 76 578. Meines Erachtens fast schon groteske Zahlen. Denn noch immer haben wir täglich bis zu 1000 Todesopfer zu beklagen. Schon im April letzten Jahres warnten Wissenschaftler davor, dass reiche Staaten alle zur Verfügung stehenden Impfvakzine aufkaufen werden. Genau das passiert gerade. Leider gehört die EU nicht zu diesen „privilegierten“ Ländern. Der Grund dafür ist ganz einfach. Während andere Staaten wie Israel über 30 Euro, oder Großbritannien 28 Euro und die USA 27 Euro für die Impfung ihrer Bürger ausgeben, ist es in der EU nur ein Bruchteil davon.

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Also, Frau von der Leyen und Frau Merkel, zahlen Sie nicht 400 Millionen für völlig vage Aussagen, wie das schon bei der Erstbestellung geschehen ist. Bieten Sie einen marktgerechten Preis an. Schon in Kürze wäre dann genug davon da. Es gilt Leben zu retten, da sollte Geld keine Rolle spielen.

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