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Leserbrief: Zu "Vier Tunnel für die Kröten" (FN 16. April) Baumaßnahme eine Farce

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Schon das riesige Foto von der Erdkröten-Baustelle und der Bericht hierzu ließen meinen Adrenalinspiegel um das Vielfache des Normalwerts steigen, weil man hierzulande scheinbar noch nicht die Tragweite der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise erkannt hat und weiter lustig Steuergelder genauso fahrlässig zweckentfremdet wie einige Bankengeier und Steuergelder zum Beispiel in Erdkrötentunnels verbuttert, damit diese armen schlüpfrigen Warzenkolosse, auch genannt Lurche (Amphibia), Kröten ( Bifonidae), Froschlurche (Anura), trockenen Fußes und geschützt von den rasenden Autoblechlawinen auf einer unterirdischen Spezialstraße aus Betonfertigteilen ihre Laichplätze sicher erreichen können.

Fehlt nur noch, dass diese Krötensicherungstunnels auch noch klimatisiert werden und am Tunnelausgang ein Sonnenschutzzerstäuber diese armen Warzenhüpfer vor einem Sonnenbrand schützen.

Tierschutz und Tierliebe sind ohne Zweifel hohe Güter, die zu erhalten beziehungsweise zu pflegen unsere Aufgabe ist. Aber bitte mit Augenmaß und ohne Übertreibung! Diese, mit einem enormen materiellen und finanziellen, nicht nachvollziehbaren Aufwand angelegten Krötendurchlässe - zu neudeutsch Amphibientunnel - unter anderem auch unter der B 27, schlagen ja mit nur 200 000 Euro zu Buche, was gemessen an den derzeitigen Milliardenspielereien einiger Bankenjongleure nur Peanuts sind, um einen Banker zu zitieren.

Man sollte jedoch nicht zulasten prioritärer Erfordernisse derartig überzogene und dem Bürger derzeit nicht zu vermittelnde, unsinnige Krötentunnel-Baumaßnahmen auf Biegen und Brechen durchführen und dabei längst überfällige Straßenbaumaßnahmen, wie die zum Beispiel die L 577 zwischen Waldstetten und Walldürn, aus den Augen verlieren.

Ganz gleich, wer diesen Unsinn zu verantworten und finanziert hat, hat im Hinblick der derzeitigen Finanzsituationen und gegenüber den vielen Arbeitslosen und den Hartz IV-Empfängern weder Augenmaß, noch Fingerspitzengefühl walten lassen.

Diese vollkommen überzogene Baumaßnahme ist nicht mehr nachzuvollziehen und gemessen an dem Lamento aus dem Bericht in den Fränkischen Nachrichten vom 17. April "Schlaglöcher kosten viel Geld" eine Farce.

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