AdUnit Billboard

Leserbrief - Zu „Auf Monokulturen können...“ (FN 3. März) Bauern als Schuldige?

Lesedauer

Die Monokultur ist definiert durch den Anbau ein und derselben Nutzpflanze auf derselben Fläche über mehrere Jahre. Der Definition entsprechend gibt es in Deutschland Monokulturen nur in Form von Dauergrünland, Weinbergen und Obstplantagen. Alle anderen Kulturen werden im Wechsel, in einer sogenannten Fruchtfolge angebaut.

Es ist erschreckend, dass eine Biologieprofessorin, der die Definition mit Sicherheit geläufig ist, eine Fehlinformation bewusst in Kauf nimmt. Weiterhin ist es doch zumindest fragwürdig, warum eine Person, die sich der Wissenschaft verpflichtet hat, eine Arbeit wie die Krefelder Studie zitiert, die grundlegende Standards bei der wissenschaftlichen Erarbeitung von Sachverhalten komplett außer Acht lässt. Nebenbei weist die Studie nur den Rückgang des Gesamtgewichts von Fluginsekten innerhalb von Naturschutzgebieten nach und lässt weder Rückschlüsse auf Artenvielfalt oder Artenzusammensetzung noch auf die Ursachen zu.

Schlimmer ist allerdings, dass offensichtlich ohne wissenschaftliche Nachweise sofort unter anderem die „super-intensive Landwirtschaft“ in Deutschland als Schuldiger genannt wird. Die Landwirtschaft, egal ob ökologisch oder konventionell, hat definitiv einen Einfluss auf den Artenrückgang. Denn an Stellen, an denen ich eine Art kultivieren möchte, müssen die anderen weichen. Das ist in jedem Hausgarten so. Ist es also nicht logisch, auf den Flächen, die ich zur Nahrungsmittelerzeugung nutze, so effizient wie möglich zu arbeiten, um andere Flächen schonen zu können?

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1