Leserbrief - Zu „Man sieht, dass...“ (FN, 19. Januar) Auswirkungen nicht hinnehmbar

Von 
Leserbrief-Schreiber: Uwe Mutscheller
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Der Beitrag zu seelischen Auswirkungen der Pandemie war überfällig. Leider wird eine Gruppe dabei vergessen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ganz Alte und ganz Junge erfahren in irgendeiner Form Unterstützung. Die Schüler aber, die in Kürze ihren Schulabschluss machen wollen, werden ausgeblendet.

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Die baden-württembergische Kultusministerin, Frau Eisenmann, betont, dass eine Verwässerung der Abschlussprüfungen durch einen Corona-Bonus nicht in Frage komme. Dass der Lernstoff aus bekannten Gründen nur zum Bruchteil vermittelt wurde, spielt dabei wohl keine Rolle. Auch der politische Gegner stößt ins gleiche Horn: die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst meint, man müsse den „Normalzustand“ so lange wie möglich beibehalten.

Man fragt sich, wo Frau Ernst während der vergangenen zehn Monate gelebt hat. Auch junge Menschen erleiden gesundheitliche Schäden. Kontaktbeschränkungen oder der Ausfall des Vereinssports sind schlimm, aber verkraftbar.

Die Auswirkungen auf die Kinder, wie Kopfschmerzen nach stundenlanger Bildschirmarbeit, hoher Blutdruck oder psychische Probleme aber sind nicht hinzunehmen. Dabei könnten die Fachlehrer bei der Auswahl der Prüfungsaufgaben und der Korrektur derselben so einbezogen werden, dass Inhalte, die nicht oder nicht ausreichend behandelt werden konnten, auch nicht geprüft werden.

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Ich verlange keinen geschenkten Abschluss, aber über das Wie sollten Politiker aller Couleur noch einmal nachdenken.

Sollte die Parteipolitik im Wahlkampf über die Gesundheit unserer Kinder gehen, kann ich nur sagen: Eisenmann & Co. – setzen, Sechs.

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