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Leserbrief - Zu „Olaf Scholz und der Hasenfuß-Verdacht“ (FN, 8. Februar) „Auf militärische Scharmützel verzichten“

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Olaf Scholz als Hasenfuß zu bezeichnen, nur weil er im Ukraine-Konflikt eher auf die diplomatische Karte setzt und jeden militärischen Einsatz verhindern will, ist von manchen in Washington wohl zu hoch gegriffen.

Die rund 100 000 russischen Soldaten an der Grenze zur Ukraine führen laut Putin lediglich ein Manöver durch und haben nicht die Absicht dort einzumarschieren. Auch viele Experten halten es nur als Drohgebärde Russlands, um die Nato dazu zu zwingen, ihren Wunsch auf Verzicht einer Nato-Osterweiterung zu erfüllen. Aber keiner will bisher nachgeben. Auch Scholz‘ Entscheidung, keine Angriffswaffen an die Ukraine zu liefern, wird von einer Mehrheit in der Koalition mitgetragen. Zu Recht.

Einig ist man sich indes in der Allianz, über harte Sanktionen gegenüber Russland, sollte es doch zum Ernstfall kommen. Sollte Putin die Ukraine angreifen, kann Russland die Gasröhre der Ostsee-Pipeline Nord Stream II vergessen, was ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Rückschlag wäre. Deshalb wäre es wünschenswert, dass künftig beiderseits auf militärische Scharmützel verzichtet wird. Denn bereits Ignaz Schnitzers Operette „Der Zigeunerbaron“ hat uns mit folgendem Satz gelehrt: „Wo Friede, da Liebe, Daheim die Himmelsmacht“.

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