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Leserbrief - Zu „Das ändert sich in den Ferien...“ (FN, 15. Dezember) „Absolut inakzeptabel“

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Die Landesregierung plant ab dem 1. Februar einen „Freizeit-Lockdown“ für ungeimpfte Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Der Zugang zu Kinos, Sportstätten und so weiter ist dann komplett verboten.

Für Jugendliche bleibt nur die Impfung, sonst droht eine Depression. Allein schon die Ankündigung baut einen enormen Zeitdruck auf, um bis Anfang Februar geimpft zu sein. Damit werden die Jugendlichen in Baden-Württemberg noch vor den Pflegeberufen zur Impfung „verpflichtet“.

Für mein Rechtsempfinden darf es so etwas gar nicht geben, nicht einmal die Ankündigung solch einer Maßnahme. Für die derzeit diskutierte allgemeine Impfpflicht würde ein Gesetz verabschiedet werden müssen, falls sie denn rechtens sein sollte.

Und was passiert derweil in BW? Die Landesregierung führt eine Quasi-Impfpflicht für Jugendliche per einfacher Verordnung ein. Und dies geschieht vor dem Hintergrund einer sehr fraglichen Sinnhaftigkeit. Bekanntlich sind gerade die Jugendlichen kaum ernsthaft von Covid-19 betroffen. Sie belegen nur äußerst selten Intensivbetten, in der Regel haben sie dann ernsthafte Vorerkrankungen.

Zudem haben wahrscheinlich viele Jugendliche bereits unbemerkt eine Corona-Infektion hinter sich. Inzwischen ist auch klar, dass eine Impfung nicht davor schützt, andere anzustecken.

Der Impfdruck auf Jugendliche ist in meinen Augen völlig unnötig und blinder Aktionismus. Solche Erpressungs-Regelungen gibt es lediglich in Baden-Württemberg und Bayern. Warum reicht nicht ein Schnelltest für Freizeitveranstaltungen?

Dass unsere Landesregierung versucht, Jugendliche zum Impfen zu nötigen, finde ich absolut inakzeptabel.

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