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Leserbrief - Zu „Liebe zu unserem Volk ist die Klammer“ (FN, 23. April) „Abgrenzung vom Regierungssystem“

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Frau Baum hatte den rechten Flügelmann Höcke zum ersten Wahlkampf eingeladen, wo ich folgende Eindrücke gewonnen habe:

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1. Höcke forderte für das Bildungswesen die Umsetzung der Humboldschen Bildungsreform. Dieses Konzept ist 200 Jahre alt und wurde nie vollständig umgesetzt, weil es zu hohe Anforderungen an das elitäre Bürgertum stellte. 2. Er forderte eine Rückkehr zur preußischen Staatsdisziplin, das ohne Föderalismus. Wer preußische Disziplin als Bürgertugend fordert, will Untertanen, keine freien Bürger. 3. Das ist seine Masche: er beschreibt ideale Zustände mit alten Begriffen, als könnten uralte Werte und Ordnungsvorstellungen in unsere Zeit passen.

Er gaukelt etwas vor, was angeblich so schön – gut – ideal gewesen ist und wieder sein könnte. War es so viel besser in den letzten 200 Jahren als heute?

In „Mein Kampf“ hat A. Hitler die rechte Propaganda konzipiert. Höcke hat sie verstanden: radikale Abgrenzung vom bestehenden Regierungssystem, Diffamierung der regierenden Parteien, das Einhämmern von Kernbegriffen der neuen Bewegung.

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Er ist aber nicht ganz so niederträchtig und brutal wie Hitler.

MdL Baum betont „völkische“ Begriffe wie Heimat – Liebe zum Volk – deutsche Kultur mit ihren Werten. Hat sie vergessen, was sozialistische Kultur in der DDR bedeutet hat?

Was bedeutet es, wenn „deutsche Geschichte wieder in den Mittelpunkt des politischen Handelns“ gerückt werden soll?

Das ist ein typisch Höckescher Vernebelungsbegriff im sprachlichen Dunkeln. Die Realität der Weltgeschichte gibt etwas anders vor. Wer darauf reinfällt, hat die letzten 70 Jahre im Kyffhäuser geschlafen.

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