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Leserbrief - Zum Leserbrief „Vorteil liegt im hohen Drehzahlbereich“ (FN, 16. August) Abgasnachbehandlungssytem erforderlich

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Sehr geehrter Herr Bauer,

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ich beziehe mich auf Ihre Aussage, dass CO2 im Katalysator in giftiges Stickoxid verwandelt würde. Dies ist unrichtig.

Die giftigen Stickoxide entstehen bei der Verbrennung im Motor: Würde die Verbrennung im Dieselmotor bei niedrigen Temperaturen stattfinden, bestünde das Abgas aus CO2, H2O, N2 und O2. Im realen Betrieb entstehen jedoch hohe Verbrennungstemperaturen, die das chemische Gleichgewicht verändern.

Der Stickstoff dissoziiert (darunter versteht man in der Chemie den angeregten oder selbsttätig ablaufenden Vorgang der Teilung einer chemischen Verbindung mehrerer Moleküle), und es bilden sich unter anderem Stickoxide (etwa 0,13 Volumen-Prozent).

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Die bei der Verbrennung im Dieselmotor entstehenden Stickoxide (NOx) machen ein Abgasnachbehandlungssystem erforderlich: die sogenannte selektive katalytische Reduktion (SCR).

Für die Reduktion von Stickoxiden bei der SCR werden Katalysatoren und Reduktionsmittel eingesetzt.

Eingespritzt wird eine wässrige Harnstofflösung, aus der im weiteren Verlauf des Transportes durch das Abgasrohr durch Hydrolyse Ammoniak entsteht. Die katalytische Reduktion hat sich inzwischen bei Nutzfahrzeugen weitestgehend durchgesetzt.

Im Pkw-Bereich steht hierfür die Euro Norm 6.

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NOx Reduktion: NO und NO2 und 2NH3 > 2N2 und 3H2O (Stickoxide und Ammoniak > Stickstoff und Wasser). Methoden, die nicht nach dem SCR-System arbeiten (zum Beispiel durch innermotorische Maßnahmen, also die gezielte Beeinflussung der Verbrennung durch teilweise Abgasrückführung), können den giftigen Stickoxidausstoß jedoch kaum beeinflussen (Euro Norm 4 und 5).

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