Weitsicht statt Jammerei

Diana Seufert zum Haushalt der Stadt Boxberg

Von 
Diana Seufert
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Eine Kommune ohne Schulden und mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro: Davon träumen viele Nachbarn und große Städte nur. Boxberg hat das erreicht. Ein solcher Haushalt lässt sich schnell und ohne Diskussion beschließen.

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Zu verdanken ist das auch einer sehr positiven Entwicklung der Gewerbesteuer, die sich von zwei Millionen Euro im Jahr 2008 auf das doppelte 2019 erhöhte. Das leichte Absinken auf nun 3,7 Millionen Euro sehen Bürgermeister Christian Kremer, Kämmerer Jürgen Kilian und der Gemeinderat zwar mit wenig Begeisterung. Doch Grund zur tiefgreifenden Sorge müssen sie noch nicht haben. Auch wenn der Verwaltungschef in der Haushaltssitzung schon mal die Devise ausgegeben hat, den Gürtel in den nächsten Jahren enger schnallen zu müssen. Im letzten Loch steckt die Schnalle noch lange nicht. Ein zartes Jammern auf einem sehr hohen Niveau.

In Boxberg wurde vor Jahrzehnten mit großer Weitsicht agiert, um Gewerbeansiedlungen zu ermöglichen. Das Areal am Seehof wächst. Neue Firmen lassen sich nieder, bereits ansässige erweitern. Davon profitiert die Stadt seit Jahren. Das wurde auch in der Sitzung unterstrichen, als der Gemeinderat den geplanten Bau einer Halle durchwinkte.

Mit einem solchen finanziellen Polster im Rücken kann man aus dem Vollen schöpfen und mehr als die Pflicht erfüllen. Doch setzt man das Geld gezielt ein, wirft es nicht mit vollen Händen raus. Die Infrastruktur wird erneuert und modernisiert, neue Projekte werden in Angriff genommen. Mit Weitsicht geht also auch der Blick in die Zukunft.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz