Corona-Kolumne: Die K-Frage

Von 
Fabian Greulich
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Ich habe meiner Familie die K-Frage gestellt. Nein, nicht die Kanzler-Frage – die Klopapier-Frage.

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Ich habe sie gefragt, was ihrer Meinung nach der Grund dafür ist, dass es in Zeiten der Corona-Krise gefühlt in keinem Supermarkt mehr Toilettenpapier gibt und unser Land offensichtlich total „von der Rolle“ ist.

Mein Sohn hat darauf sofort eine passende Antwort: „Mensch Papa, weil die Leute wegen des Coronavirus viel öfter aufs Klo müssen“, sagt er so herrlich unbefangen, wie es nur Kinder können. Recht behält er damit aber wohl eher nicht.

Meine Tochter ist der festen Überzeugung, dass die Menschen all das Klopapier zum Basteln brauchen. „Ist doch klar, Papa“, sagt sie. Auch eine Idee.

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Meine Frau geht das eher analytisch an: „Die Kapazitäten im Handel sind für eine derart große Nachfrage einfach nicht ausgelegt.“ Gute Antwort. Ich stimme ihr zu. Und da mittlerweile fast jeder von dieser Klopapier-Panik erfasst ist, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Regale ständig leer sind. Denn wenn mal wieder eine Palette Dreilagiges in den Laden geschoben wird, greifen alle sofort zu und das „weiße Gold“ ist ruckzuck wieder weg. Das Zeug wird ja nicht schlecht.

Ich möchte wetten, dass manche inzwischen einen Vorrat angehäuft haben, der für mehrere Jahre reicht.

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Ich nehme mich bei diesem Thema ja gar nicht aus: Wenn ich die letzten beiden Wochen einkaufen war, habe auch ich zielsicher die – von mir sonst nicht so stark frequentierte – Klopapier-Abteilung angesteuert. Immer, wirklich immer, herrschte gähnende Leere. Und ich gebe zu: Hätte bei meinen Pirschfahrten durch die Regale noch ein Paket dagelegen – ich hätte es in den Wagen gepackt. Langsam, aber sicher, brauchen halt auch wir wieder Nachschub zu Hause. Wir haben nur noch 19 Rollen und ein bisschen.

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Übrigens: Klopapier ist hierzulande nicht nur in Krisenzeiten überaus beliebt. Ich habe gelesen, dass – rein statistisch – jeder Deutsche pro Jahr mehr als 130 Rollen verbraucht. Sauber.

Liebe Eltern, liebe Kinder, bleibt gesund und fröhlich. Glück auf!

Redaktion Leiter der Redaktionen Tauberbischofsheim, Wertheim und Regionales