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Klaus Regling Retter im Notfall

Dieser Mann hat zwar kein Geld, aber er kann es beschaffen: Klaus Regling (68), geboren in Lübeck, ist der Chef über die Rettungsschirme des Euro-Raums. Von Luxemburg aus leitet er den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), die Notkasse der Währungsunion. Wenn ein Staat ins Straucheln gerät und auf dem Kapitalmarkt wegen mangelnder Sicherheiten frisches Kapital nur noch gegen hohe Risikozuschläge bekommt, tritt der ESM ein, beschafft neues Geld. Im Gegenzug muss sich ein Krisenland zu innenpolitischen Reformen verpflichten. Regling war früher beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) holte ihn später wieder in sein Haus zurück, wo Regling maßgeblich am Entwurf des Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakets beteiligt war, mit dem der Euro abgesichert werden sollte.