Vermischtes

Horrorhaus von Höxter Anwalt von Angelika W. für Freispruch

Urteil am 5. Oktober

Paderborn.Das Landgericht Paderborn will im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter am 5. Oktober ein Urteil sprechen. Das teilte der Vorsitzende Richter Bernd Emminghaus am 58. Verhandlungstag gestern mit. Nach dem Abschluss der Plädoyers haben die beiden Angeklagten, Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika W., an diesem Freitag noch die Möglichkeit des letzten Wortes. Der Verteidiger von Angelika W. hat Freispruch für die Angeklagte gefordert.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, zweifacher Mord durch Unterlassen und versuchter Mord, seien nicht haltbar, sagte Anwalt Peter Wüller gestern in seinem Plädoyer am Landgericht Paderborn. Im Fall einer der beiden toten Frauen seien sich die Gutachter nicht einig gewesen, ob der Tod zu verhindern gewesen wäre. „Daher im Zweifel für die Angeklagten“, sagte Wüller zum Abschluss der Plädoyers am 58. Prozesstag. Über Jahre hinweg sollen die beiden Deutschen Frauen in ihr Haus nach Höxter gelockt und sie schwer misshandelt haben.