Vermischtes

Unwetter In der griechischen Ferienregion Chalkidiki haben zwei Wirbelstürme gewütet / Touristen kommen ums Leben

Sieben Tote in nur zehn Minuten

Athen.Das Unwetter dauerte nur zehn Minuten, aber die Bilanz war verheerend: In der griechischen Ferienregion Chalkidiki sind in der Nacht zum Donnerstag sechs Touristen ums Leben gekommen. Zudem wurde am Donnerstagmittag eine weitere Leiche geborgen – dabei soll es sich um einen griechischen Fischer handeln, der nach dem Sturm vermisst worden war. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Dort wo der Sturm wütete, sind Strom- und Wasserversorgung ausgefallen. Das griechische Verteidigungsministerium hat Soldaten mit Generatoren und Räumgerät in das Gebiet geschickt, das Innenministerium sagte 500 000 Euro Soforthilfe für die Infrastruktur der Touristenregion zu.

An der Küste des Ortes Sozopoli wurde der Camper eines tschechischen Ehepaares über den Strand geschleudert; der Mann war sofort tot, die Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Weiter östlich im Ort Nea Plagia kamen eine rumänische Touristin und ihr Sohn ums Leben, als das Vordach einer Taverne einbrach. Der etwa Achtjährige sei von einer Sturmböe erfasst und gegen eine Scheibe geworfen worden. In Nea Potidea, kamen ein russischer Tourist und sein zweijähriger Sohn ums Leben, als ein Baum umstürzte.

Griechische Meteorologen sprechen von zwei Wirbelstürmen. „Wir wussten, dass es einen schweren Sturm geben würde, und es gab auch Warnmeldungen; aber wir konnten nicht vorhersagen, wo genau das Unwetter zuschlägt“, sagte Efthymios Lekkas, Chef des griechischen Katastrophenschutzes. dpa