Vermischtes

Justiz Tod eines Schülers in Passau neu aufgerollt

Härtere Strafe droht

Passau.Knapp zwei Jahre nach dem Prügeltod eines Schülers in Passau drohen den beiden mutmaßlichen Haupttätern schärfere Strafen. Ihnen muss wahrscheinlich am Landgericht neu der Prozess gemacht werden, wie sich am Donnerstag in der Revisionsverhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe abzeichnete. Die obersten Strafrichter halten es für möglich, dass die Schläge als vorsätzliches Tötungsdelikt zu werten sind. Das Urteil soll am 2. April verkündet werden.

Der Tod des 15-Jährigen hatte im April 2018 Entsetzen ausgelöst. Maurice K. hatte sich mit einem Gleichaltrigen in der Innenstadt zu einer Schlägerei vor Schaulustigen verabredet. Als ihn drei weitere Kontrahenten angingen, eskalierte die Situation. Ein zehn Jahre älterer Mann versetzte ihm zwei Schläge an die Schläfe und in den Bauch. Dann bekam K., der benommen an einer Schaufensterscheibe lehnte, von seinem ursprünglichen Gegner drei Schläge gegen den Kopf. Dem Schüler versagten die Reflexe, er erstickte nach einem Nasenbeinbruch am eigenen Blut. Das Landgericht Passau hatte im Januar 2019 den 25-Jährigen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 16-jährige Gegner und zwei andere Schläger bekamen Jugendstrafen auf Bewährung. dpa

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