Vermischtes

Salzwasser Wer im Toten Meer schwimmt, geht nicht unter

Ein Gefühl wie beim Schweben

Amman.Es gibt Urlaubsbilder, die will fast jeder machen. Das ist zum Beispiel in Italien am Schiefen Turm von Pisa der Fall. Viele Menschen stellen sich dort so hin, als würden sie den krummen Turm höchstpersönlich abstützen. Wer zum Baden ans Tote Meer reist, der hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Zeitung dabei. Was man damit im Meer will? Lesen natürlich!

Was normalerweise im Wasser ziemlich schwierig ist, geht im Toten Meer. Es liegt zwischen Israel, Jordanien und dem Westjordanland. Im Wasser kann man sich einfach auf den Rücken legen. Man kann die Beine ausstrecken, sich treiben lassen und Zeitung lesen. Dabei lassen sich viele Leute fotografieren. Das Ganze fühlt sich ein bisschen wie Schweben an. Dafür verantwortlich ist das viele Salz im Wasser. Es sorgt dafür, dass wir nicht untergehen.

Denn es verändert die Dichte. Normalerweise hat unser Körper eine höhere Dichte als Wasser. Deshalb sind wir im Verhältnis schwerer und gehen unter. Durch das viele Salz wird die Dichte im Toten Meer aber größer. Deswegen ploppen unsere Körper plötzlich einfach so an die Oberfläche. Der hohe Anteil von Salz im Toten Meer hat mit der besonderen Lage zu tun – es liegt mitten in der Wüste. Es verdunstet mehr Wasser als etwa durch Regen neu dazukommt.

Wissenschaftler überlegen schon länger, wie man das Verschwinden des Toten Meeres verhindern kann. Eine Idee ist es, Wasser aus dem Roten Meer ins Tote Meer zu pumpen. Umweltschützer aber sagen: Das ist vielleicht keine gute Idee. Denn das Wasser ist ganz unterschiedlich zusammengesetzt. dpa

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