Vermischtes

Mordprozess 27-Jähriger soll sechs Menschen in Rot am See erschossen haben / Urteil vermutlich am 10. Juli

Angeklagter zeigt Reue – zum Teil

Ellwangen.Mit einem Geständnis hat der Mordprozess um den gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Rot am See vor dem Landgericht Ellwangen begonnen. In einer ausführlichen Einlassung gab der Angeklagte zu, seine sechs Verwandten erschossen zu haben. Der 27-Jährige sprach beim Prozessauftakt selbst von Mord. Seine Tat erklärte er mit dem Hass und den Rachegefühlen gegenüber seiner Mutter.

Mit 30 Schüssen soll der Mann Ende Januar in dem baden-württembergischen Ort im Kreis Schwäbisch Hall seine Eltern, Halbgeschwister sowie einen Onkel und eine Tante erschossen haben. Zwei Verwandte konnten sich schwer verletzt retten. Danach rief er den Angaben nach selbst die Polizei und stellte sich. Angeklagt ist er wegen Mordes und versuchten Mordes.

Der Mann erklärte bei seiner Einlassung vor Gericht, dass er seine Tat zumindest in Teilen bereue. „Ich wünschte, ich hätte es nicht getan“, sagte der 27-Jährige. Er sprach aber auch von „großen Unterschieden, was das Ausmaß der Reue angeht“. So habe ihn seine Mutter vergiftet und misshandelt. Er gab an, dass sie ihm immer wieder Substanzen ins Essen gemischt und ihn mit weiblichen Hormonen vergiftet habe. Deshalb habe er sie getötet. Er habe aber gleich bereut, seinen Vater erschossen zu haben. „Da habe ich auf alles geschossen, was sich bewegt hat.“

Für den Prozess sind sechs weitere Verhandlungstage angesetzt. Auch ein psychiatrisches Gutachten ist laut Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben worden. Das Urteil könnte am 10. Juli fallen. dpa

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