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Bundestagswahl Die SPD schickt Isabel Cademartori, die Grünen setzen auf Melis Sekmen

Frauen sollen es richten

Mannheim.Die ersten großen Mannheimer Parteien haben am Wochenende ihre Kandidatinnen für die Bundestagswahl im Herbst 2021 nominiert. Die SPD setzt auf Stadträtin Isabel Cademartori (kleines Bild oben), die Grünen wählten Melis Sekmen (unten), die Fraktionschefin im Gemeinderat.

Cademartori, Mitglied im baden-württembergischen SPD Landesvorstand, gewann mit 65,9 Prozent der Stimmen deutlich vor ihrer Gemeinderat-Kollegin Claudia Schöning-Kalender (30,6 Prozent). Der Einzug der 32-Jährigen in den Bundestag gilt als relativ sicher, weil die Landes-SPD verpflichtend sichere Listenplätze an den Parteinachwuchs vergibt. Bei der vergangenen Bundestagswahl hatte die Mannheimer SPD erstmals seit langem ihren Sitz in Berlin verloren. Stefan Rebmann unterlag seinerzeit dem CDU-Kandidaten Nikolas Löbel.

Die Mannheimer Grünen nominierten am Samstag im Käfertaler Kulturhaus mit 65 von 104 gültigen Stimmen die 27-jährige angehende Volkswirtin Melis Sekmen als Bundestagskandidatin.

Mitbewerber Patrick Haermeyer, der stark von der Grünen Jugend unterstützt wurde, schaffte mit 38 Stimmen ein beachtliches Ergebnis. Sekmen hatte bei der Kommunalwahl 2019 die meisten Stimmen geholt und ist Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat. Bei der Nominierungsversammlung machte sie ihre Ziele deutlich: Sie wolle das Direktmandat gewinnen, betonte sie, um in Berlin für eine konsequente Klimapolitik zu streiten.

Mit den Grünen wolle sie künftig das Land regieren und nicht in der Opposition bleiben, kündigte die 27-Jährige außerdem an. Stadtrat Markus Sprengler hatte seine Kandidatur schon vor einigen Wochen zurückgezogen. Die Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel war bei der Grünen-Veranstaltung unbeachtet geblieben, ebenso wie die Vorwürfe gegen den designierten SPD-Bürgermeister Ralf Eisenhauer. sma/abo (BILDer: red)

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