Stadtteile

Rohrhof Angelsportverein feiert vier Tage lang / Nur ein Schlag auf den Bierhahn im voll besetzten Zelt

Prosit auf gelungenes Fest

Die Sensation war perfekt: Bürgermeister Ralf Göck brauchte einen Schlag, um zusammen mit Max Spielmann von der Welde-Brauerei und dem Ersten Vorsitzenden, Udo Koch, das 67. Rohrhofer Fischerfest zu eröffnen. Lediglich im Jahr zuvor sei es noch besser gelungen, frotzelte Spielmann: „Da brauchte der Bürgermeisternämlich nämlich gar keinen Schlag.“

Rock-Band Bongaz kam gut an

Das hatte einen besonderen Grund: Das Fass war nämlich verschwunden. Das konnte in diesem Jahr nicht mehr passieren, denn die Brauerei hatte quasi als Ausgleich gleich zwei volle Fässer mitgebracht. So konnten die Drei mit dem ersten Schluck aus dem Tonkrug anstoßen auf ein schönes Fest im voll besetzten Zelt auf dem Festplatz.

Das blieb auch bis am Ende am Montag so. Der Verein hatte eigens ein siebenköpfiges Organisationskomitee gebildet, um „ein Fest in dieser Größenordnung überhaupt organisieren zu können“, wie Koch betonte. Es gab einige Umstrukturierungen, um das Festprofil zu schärfen. So war der Samstag mit dem Seniorentag den Rohrhofern selbst vorbehalten. Auch die Proklamation des neuen Fischerkönigs Theo Endlich, der diese Würde zum sechsten mal erleben durfte, war auf den Samstag gelegt worden.

Göck betonte, dass an diesem Abend alle Brühler „Rohrhofer“ seien, weil das Festzelt doch gleich zu bersten drohte. Mit dazu trug die moderne, fetzige Musik der Mannheimer Band Bongaz bei, die mit Pop, Rock und Rock‘ n Roll aus den 1970er bis 1990er Jahren und aktuellen Songs für Stimmung und Unterhaltung sorgte. Das kam ganz besonders gut an.

Am Samstagmorgen fand ab 10 Uhr das Fischessen für ältere geladene Mitbürger, unter der Mitwirkung des Sonnenscheinhorts, des Kindergartens St. Michael und der Kerweborscht statt.

Anschließend trat der amüsante Alleinunterhalter Heinz Tippl mit seiner Plattenkiste auf. Abends sorgte die Band Lifestyle für die Unterhaltung der Gäste. Ein kleines Jubiläum feierten die Rohrhofer, denn zum 25. Mal kam die Tombola mit schönen Preisen einem guten Zweck zugute. In diesem Jahr unterstützen die Angler die Kinderbetreuung Sonnenscheinhort und den Waldkindergarten Brühl. „Da kommt doch immer ein ansehnlicher Betrag zusammen“, freute dich der Vorsitzende.

Fischfrittieren nach Gefühl

Seit 42 Jahren bedient die Fischbäckerei Marion und Peter Obeldobel die Gäste mit frisch gebackenem Zander, Forelle, Merlan und Aal. „Nach so langer Zeit sollte man das eigentlich im Griff haben“, meinte Peter Obeldobel, der in der Küche die Fritteusen bediente, die ohne Zeituhren funktionieren. „Das hat man mittlerweile im Gefühl, ob die Fische gar sind oder nicht. Sonst würden die ganze Zeit die Uhren klingeln“, fügte er hinzu.

Circa 300 bis 400 Essen bereitete er am Samstagmorgen zu. Da fing er um 9 Uhr mit seiner Arbeit an. Aber bei der Eröffnung hieß es erst einmal: „Die Krüge hoch“. Das wurde zuhauf nachgemacht. Der Gerstensaft floss ununterbrochen.