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Basketball Crailsheim bezwingt Braunschweig mit nur sieben Spielern / Maurice Stuckey und DeWayne Russell ragen heraus

Wieder großer Sieg trotz kleiner Rotation

Crailsheim – Braunschweig 98:81 (18:18/32:25/18:13/ 30:25)

Crailsheim: Russell (28), Carpenter, Stuckey (26), A. Kovacevic (1), Herrera (13), Bleck (7), Morgan (9), D. Kovacevic (2), Jones (15), Urbansky.

Stark dezimiert, aber hochmotiviert empfingen die Merlins Crailsheim die Basketball Löwen Braunschweig. Trotz drei schwerwiegender Ausfälle ließen sich „die Zauberer“ die Schwächung nicht anmerken und holten sich den fünften Heimsieg in Folge. Von Anfang an zeigte sich die Mannschaft von Trainer Tuomas Iisalo konzentriert und hatte mit DeWayne Russell und der Ex-Würzburger Maurice Stuckey zwei überragende Akteure im Angriff.

Mit 98:81 entschieden die Merlins die Partie für sich und verabschieden sich mit dem 13. Saisonsieg in die Länderspielpause.

„Unsere Vorbereitung für dieses Spiel war sehr schwer. Am Morgen haben wir entschieden, dass Jan Span auch nicht spielen kann. Dann hatten wir sieben Spieler in der Rotation. Dann weißt du, dass du mehr Spielzeit und mehr Freiheiten bekommst. Heute haben wir das von Mo Stuckey gesehen, mit einer unglaublichen Leistung in einem sehr wichtigen Moment. Als Mannschaft haben wir gut gekämpft mit dieser kurzen Rotation. DeWayne Russell war unglaublich. Er hat die Kontrolle über das Spiel über 40 Minuten und fällt in jedem Spiel bessere Entscheidungen. Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit als Mannschaft in dieser schwierigen Zeit ohne drei Leistungsträger“, sagte Tuomas Iisalo.

Trotz dreier Ausfälle gingen die Crailsheim mit Selbstvertrauen ins Spiel und Aaron Jones erzielte die ersten Punkte per Tip-In gefolgt von einem Dunk. In der Verteidigung agierten die Zauberer sehr aufmerksam und zwangen die Gäste zu schwierigen Würfen. Die Dreier wollten auf beiden Seiten zunächst nicht fallen, doch die Crailsheimer fanden die besseren Lösungen und führten 11:6. Mit sieben Punkten in Folge brachte dann jedoch Lucca Staiger seine Mannschaft in Front. Mit 18:18 ging es ins zweite Viertel.

Double-Double bis zur Pause

Auf das Dreipunkt-Spiel von Scott Eatherton hatte Sebastian Herrera die passende Antwort parat. Das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen Fouls. Mit zunehmender Dauer setzten sich wieder die Merlins ab und Jeremy Morgan zwang Gäste-Coach Pete Strobl mit dem Treffer zum 35:29 zum Timeout. Aus dieser kamen die Basketball Löwen gestärkt und verkürzten auf 41:43. Immer wieder der schnelle Trevor Releford (16 Punkte zur Halbzeit) wirbelte durch die Defense der „Zauberer“. Derweil überragte auf Crailsheimer Seite DeWayne Russell mit einem Double-Double zur Halbzeit (14 Punkte und 10 Assists). Mit dem Buzzer-Beater-Dreier stellte Maurice Stuckey auf 50:43 zur Pause.

Die ersten Sequenzen der zweiten Hälfte gehörte den Gästen die auf 50:47 heran rückten, dann war es wieder Russell der für die Merlins in die Bresche sprang. Die Braunschweiger versuchten, in der Defense intensiver zu spielen, brachten sich damit jedoch bereits nach 3:30 Minuten in Foul-Probleme. Der treffsichere Stuckey versenke nach etwas mehr als fünf Minuten von außen zum 60:49. Gegen Ende des Spielabschnitts schlichen sich bei den Crailsheimern einige Fehler ein, die die Gäste nicht nutzten. So stellten die Hohenloher Franken zur letzten Pause sogar auf 68:56.

Mit seinen Dreiern fünf und sechs schickte Mo Stuckey die Gäste, beim Stand von 76:59, in die frühe Auszeit. Doch der Guard blieb heiß und legte gleich den Siebten im siebten Versuch nach. Crailsheim blieb weiter auf dem Gaspedal und ließ sich auch von mehreren Dreiern der Braunschweiger nicht verunsichern. Trotzdem verringerten diese den Rückstand auf 74:85. Die Merlins machten immer weiter und ließen sich die kurze Rotation überhaupt nicht anmerken. Stattdessen bauten sie die Führung, unter tosendem Applaus, wieder aus. In der Schlussminute kam Aleksa Kovacevic zu seinem BBL-Debüt und die „Zauberer“ siegten mit 98:81. vib

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