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Motorsport Sieger Alexander Hin stellt beim Bergrennen in Eichenbühl neuen Streckenrekord auf / Mit über 200 Startern fuhren so viele Teilnehmer mit wie noch nie

Vollgas-Veranstaltung lockt Tausende an

Am Ende des 52. Internationalen Bergrennens in Eichenbühl jubelte einer ganz besonders: Alexander Hin (Elzach) gewann nicht nur das vorletzte Rennen um die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft, sondern sicherte sich auch, wie schon im Vorjahr, vorzeitig den Gesamtsieg – zum mittlerweile dritten Mal, nach 2004 und 2018. Und das ganze auch noch mit einem neuen Streckenrekord: Im dritten Wertungslauf „knackte“ Hin die 1:11,52 Minuten von Patrick Zajelsnik aus dem Jahr 2014 und erreichte knapp eine halbe Sekunde früher das Ziel. Hinter ihm reihten sich Thomas Conrad und Mathieu Wolpert auf den Plätzen zwei und drei ein.

Nicht nur für den Sieger war das Bergrennen ein großer Erfolg, auch der Veranstalter, der MSC Erftal, war zufrieden: 217 Teilnehmer meldeten sich im Vorfeld für das Rennwochenende an. „Das ist Rekord, so viele hatten wir in 52 Jahren noch nicht“, sagte Roland Dassing, Schatzmeister vom MSC Erftal. Zwar gingen nicht alle 217 Teilnehmer an den Start, dennoch bestritten über 200 Fahrer das Rennen auf der 3,05 Kilometer langen Strecke. Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes starteten die Rennläufe deutlich früher als sonst.

Erstes Jahr nach der „Feuertaufe“

Der MSC richtete das größte Motorsportevent Unterfrankens erst zum zweiten Mal aus, demnach war man auch angespannt, ob alles wieder so glatt läuft, wie in den Jahren zuvor. „Das Wetter war nur nicht ganz so auf unserer Seite“, resümierte Dassing weiter. Samstags, am Trainingstag, habe man noch Glück gehabt, am Renntag allerdings machte der immer wiederkehrende Regen den Fahrern und dem Veranstalter zu schaffen. Die ständig wechselnden Bedingungen erschwerten die Reifenwahl.

Roland Dassing: „Die Fahrer mussten zum Reifenwechsel dann immer wieder zurück ins Fahrerlager geschickt werden, das hat enorm Zeit gekostet.“ So war man gegen Ende der Veranstaltung ganz schön unter Zeitdruck geraten, um wie geplant um 18 Uhr die Sieger im Festzelt am Sportplatz zu ehren. „Wir haben dann die Pausen kürzer gemacht und diese auf die reine Verpflegung beschränkt“, so der Verantwortliche vom MSC. Am Ende ging die Übergabe der Pokale doch noch pünktlich über die Bühne.

Für die Fans war das am Wochenende wieder Motorsport zum Anfassen: Das Fahrerlager befand sich in unmittelbarer Nähe zum Eichenbühler Campingplatz und war für jedermann frei zugänglich. So konnten die „Freaks“ den Fahrern bei den letzten „Schraubereien“ und dem „Feintuning“ vor den Rennen einen Blick über die Schulter werfen. Auch wenn die Lokalmatadoren um Sophia Faulhaber (Eichenbühl) nicht um die vorderen Plätze mitfuhren, tat das der Stimmung beim Publikum keinen Abbruch.

Volksfeststimmung

Vom Kleinkind in Gummistiefeln und Matschhose, bis zum Rentner-Ehepaar mit den Enkelkindern fanden am zurückliegenden Wochenende tausende Fans den Weg nach Unterfranken und so kam wie jedes Jahr „Volksfeststimmung“ auf, wenn man an der Strecke entlang lief – und irgendwann an der „Klinge-Kurve“ ankam: Ein ganzes Wochenende lang verbrachten die hart gesottenen Motorsportfans, ausgerüstet mit Campingstühlen, Regenschirmen und jede Menge „Kaltgetränke“, auf dem Hang in der Kurve und jubelten den vorbeirauschenden Fahrern frenetisch zu. Für Veranstalter und Fans war es also wieder ein erfolgreiches Rennwochenende.

Und so sieht es gut aus, dass es 2020 die 53. Auflage des Eichenbühler Bergrennens geben wird . . .

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