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American Football Bundesliga-Spitzenreiter Schwäbisch Hall stieß beim Kellerkind in Stuttgart auf überraschend großen Widerstand

Unicorns mussten mehr kämpfen, als sie erwartet hatten

Stuttgart Scorpions - Schwäbisch Hall Unicorns 19:28

(0:7, 7:14, 0:0, 12:7)

Die Punkte für Hall erzielten: Nathaniel Robitaille (12), Tim Stadelmayr (4), Jerome Manyema (6) und Tyler Rutenbeck (6). Zuschauer: 2125.

Ein spannendes Spiel bekamen die 2125 Zuschauer im Stuttgarter Gazi-Stadion zu sehen. Am Ende verbuchten die Schwäbisch Hall Unicorns gegen die heimischen Scorpions mit 28:19 ihren neunten Saisonsieg. . Die hoch favorisierten und ungeschlagenen Tabellenführer aus Hall taten sich mächtig schwer gegen die derzeit am Tabellenende rangierenden Scorpions. Bis zum Ende des letzten Viertels, in dem der 28:7-Vorsprung der Unicorns noch auf 28:19 schmolz, boten die beiden Kontrahenten ein für die Zuschauer hoch attraktives Spiel.

Im Vergleich zu den letzten Spielen wirken die Stuttgarter wie verwandelt. Zwar schlossen die TSGler den ersten Angriffszug mit einem 13-Yard-Pass von Marco Ehernfried auf Nate Robitaille (PAT Tim Stadelmayr) zum 7:0 ab, danach tat sich die Haller Offense aber schwer. Die Stuttgarter Defense zwang ihre Gäste zunächst zu einem Befreiungskick. Wenig später, als man die Seiten bereits zum zweiten Viertel gewechselt hatte, gelang den Gastgebern dann sogar der Ausgleich: Konstantin Katz fischte einen Ehrenfried-Pass aus der Luft und trug ihn über 30 Yards zum 7:7 (PAT Michael Bausch) in die Haller Endzone.

Das wirkte zunächst wie ein Weckruf für den Unicorns-Angriff. Mit Pässen auf Aurieus Adegbesan und Nate Robitaille überbrückte man schnell das Feld und schickte am Ende Jerome Manyema zum 14:7 (PAT Stadelmayr) mit dem Ball über die Goalline. Danach wechselte der Ballbesitz zwar noch drei Mal per Punt, Hall setzte das Spiel dabei aber in der Stuttgarter Hälfte fest. 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff war es dann Tyler Rutenbeck, der einen 20-Yard-Pass von Ehrenfried zum 21:7 (PAT Stadelmayr) fangen konnte.

Wer glaubte, die Partie sei nun entschieden, wurde getäuscht. Beide Offense-Formationen bissen sich im punktlosen dritten Viertel die Zähne an ihren Gegnern aus. Auf Haller Seite profilierten sich dabei besonders Nikolas Knoblauch und Simon Butsch mit Quarterback-Sacks sowie Niclas Merk. Mit einer Interception in der Haller Endzone verhinderte er einen Stuttgarter Punkterfolg.

Der Angriffsknoten platze zuerst bei den Hallern, die anfangs des letzten Viertels mit einem 19-Yard-Pass von Ehrenfried auf Robitaille den Abstand auf 28:7 (PAT Stadelmayr) vergrößern konnten. Doch Stuttgart hielt dagegen. Immer wieder wurde er von Spielmacher Conner Sullivan in Szene gesetzt und schaffte es, zwei Touchdowns zum 19:28-Endstand zu erzielen. In den letzten Spielminuten gehörte der Ball aber den Unicorns, die die Uhr dann kontrolliert ablaufen ließen.

"Stuttgart hoch motiviert au. Man merkte, dass sie die 0:31-Scharte aus der Vorwoche auswetzen wollten. Wir taten uns schwer, mit dieser Intensität umzugehen", sagte Halls Coach Neuman. "Die lange Pause vor diesem Spiel hat uns langfristig gut getan. Heute hat man aber gemerkt, dass wir noch nicht wieder in unserem Rhythmus sind."

Vor den TSG-lern liegt nun ein spielfreies Wochenende, bevor es am 29. Juli nach München zu den Cowboys geht. axstt