Sport

American Football Unicorns mussten hart kämpfen

Touchdown-Feuerwerk

Schwäbisch Hall Unicorns - Ingoldstadt Dukes 65:53

(17:7 / 14:14 / 21:17 / 13:15)

Die Punkte für Hall erzielten: Aurieus Adegbesan (12), Tim Stadelmayr (11), Nathaniel Robitaille (18), Jerome Manyema (12) und Tyler Rutenbek (12). Zuschauer: 1556

Alles andere als ein gewöhnliches Spiel bekamen die knapp 1600 Zuschauer am Samstag im Haller Optima-Sportpark zu sehen. Die Schwäbisch Hall Unicorns mussten sich den 65:53-Erfolg gegen die Aufsteiger aus Ingolstadt wirklich hart erarbeiten.

"Es war uns vorher klar: Wenn wir hier her kommen und versuchen normal Football zu spielen, dann kommen wir unter die Räder", sagte Ingolstadts Offense Coordinator Frank Roser nach dem Spiel. "Deshalb habe ich alles ausgepackt, was ich in den letzten Jahren so gesammelt habe." Er meinte damit eine Reihe von Trickspielzügen, mit denen die Dukes ihre Gastgeber mehrfach düpierten und vier ihrer sieben Touchdowns erzielten. "Ganz ehrlich, dass es so gut funktioniert, hathat mich selbst etwas überrascht", ergänzte Roser

Selbstbewusst, erfrischend frech und teilweise sogar kaltschnäuzig agierten die Aufsteiger aus Ingolstadt. Sie legten damit die Grundlage für ein Footballspiel auf hohem Niveau und mit großem Unterhaltungswert, in dem bei einer Spieldauer von über drei Stunden insgesamt rekordverdächtige 118 Punkte erzielt wurden. Mehr als 50 Punkte konnten in Schwäbisch Hall zuletzt die Dresden Monarchs im Jahr 2010 bei ihrem 56:45-Viertelfinalsieg erzielen.

Für den bis in die letzte Spielminute spannenden Spielverlauf war aber auch die Haller Offense verantwortlich. Nicht nur der 0:7-Rückstand, für den die Dukes mit ihrem zweiten Spielzug gesorgt hatten, wurde schnell in eine17:7-Führung verwandelt. Auch in der Folge fand der Unicorns-Angriff immer die passenden Antworten auf die Herausforderungen, die ihnen ihre Gäste stellten. Bei den Zwischenständen von 24:21, 31:27 und 38:35 rückten die Ingolstädter den Hallern zwar dreimal nah auf den Pelz, aber auch diese engen Situationen wussten die Haller in abgeklärter Art und Weise zu meistern.

"Ingolstadt hat mit ihrer Offense heute einen unglaublich guten Job gemacht", zollte Halls Headcoach Jordan Neuman seinen Gegnern nach dem Spiel Respekt. "Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Trickspielzüge in einem Spiel gesehen und ich war auch überrascht, dass die alle so gut funktioniert haben." Er zeigte sich aber auch stolz auf die Leistung seines Teams: "Egal was die Dukes gemacht haben, wir sind mit unserer Offense immer auf das Feld gegangen um Punkte zu machen und haben sie damit auf Abstand gehalten. Insbesondere in der zweiten Halbzeit sind uns mit einer tollen Leistung wichtige Big Plays gelungen." axst