Sport

Gewichtheben Mutterstadt will Finaleinzug perfekt machen

Obrigheim unter Druck

Der Tag der Entscheidung naht: Am Samstag, 16. Februar, steigt für die Obrigheimer Gewichtheber der wichtigste Wettkampf dieser Saison: Tabellenführer AC Mutterstadt gastiert in der Neckarhalle und könnte selbst bei einer Niederlage den Einzug ins Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft perfekt machen. Die Pfälzer sind bislang ungeschlagen, haben lediglich in der Begegnung mit Meister AV Speyer beim 2:1-Sieg einen Punkt eingebüßt.

Mit 17:1 Zählern ist Mutterstadt derzeit die Nummer eins in der Bundesliga Süd-West vor Speyer mit 16:2 Punkten. Obrigheim ist mit einem Wettkampf weniger und 12:3 Punkten derzeit Vierter. Für das Duell in der Neckarhalle gilt: Hop oder top? Die Gastgeber müssen mit 3:0 gewinnen, also sowohl im Reißen als auch im Stoßen mehr Punkte holen als der Gegner. Den Mutterstädtern genügt bereits ein Punkt, um ihren Rivalen auf Abstand zu halten.

Hochkarätiger Neuzugang

Der Traditionsclub verfügt in dieser Saison über einen hochkarätigen Kader. Nachdem im Sommer Max Lang (Chemnitz) und Lisa Marie Schweizer (St. Ilgen), beide WM-Teilnehmer und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, verpflichtet wurden, meldete Mutterstadt zu Jahresbeginn einen weiteren Neuzugang: Mohamed Ihab Youssef Ahmed Mahmoud 1989 geboren, 81 Kilo schwer, Ägypter. Zuletzt wurde er bei der Weltmeisterschaft 2018 in Turkmenistan Vize-Weltmeister. Daneben steht mit Antonino Pizzolato, seines Zeichens Junioren-Vizeweltmeister und WM-Dritter 2017, ein junger, robuster Römer bereit.

„Wenn Mutterstadt beide Top-Ausländer aufbietet, wird es richtig schwer für uns“, sagt Manuel Noe. Der Obrigheimer Teamchef sieht die Gäste leicht favorisiert, aber auch nicht unbezwingbar. Er wünscht im wichtigsten Heimkampf der Saison besondere Unterstützung. „In der Neckarhalle soll es richtig laut werden. Dann kann es ein echter Heimvorteil für uns sein.“

Personell ist die Lage beim SV Obrigheim unverändert. Die Nationalheber Nico Müller und Matthäus Hofmann trainieren planmäßig, um im März bei einem internationalen Turnier im Iran und im April bei der Europameisterschaft anzutreten. Weitere Kandidaten für das Start-Team sind Jakob Neufeld, Marius Oechsle und Ruben Hofmann. Wer die beiden Ausländerplätze besetzen wird, steht noch nicht definitiv fest. Nach den bisher gezeigten Leistungen dürfte der Österreicher Sargis Martirosjan gesetzt sein. Weitere Heber mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit sind Acoran Hernandez und Alejandro Gonzales Baez, beides Spanier, sowie Victoria Hahn (Österreich) und Sol Anette Waaler (Norwegen). Die zwei Frauen gaben in dieser Saison ihr Debüt in der Bundesliga. Weitere Einsätze für den SVO sind nicht ausgeschlossen.