Sport

Tennis Öffnung der Hallen wird gefordert

Landes-Verbände stellen Eilantrag

Die baden-württembergischen Tennisverbände (Württembergischer Tennis-Bund/WTB und Badischer Tennisverband/BTV) haben sich an den Verwaltungsgerichtshof in Mannheim gewendet und einen Eilantrag eingereicht, um eine Öffnung der Tennishallen für den Amateur-und Breitensport durchzusetzen.

„Nachdem das Sozialministerium nicht auf unsere mehrmaligen Forderungennach einer greifbaren Perspektive eingegangen ist, sahenwir uns gezwungen, diesen Schritt zu gehen“, sagt WTB-Präsident Stefan Hofherr und betont: „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und den sinkenden Inzidenzwerten, hat der Eilantragjetzt realistische Chancen. Wir tun dies vor allem mit Blick auf unsere Vereine, denen bei einer noch länger andauernden Schließung ihrer Hallen noch größereSchäden drohenals ohnehin schonvorhanden.“ Es sei vor allem die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen in Bezug auf den Tennissport gewesen, die den WTB und denBTV zu der Klage bewogen haben. „In vielen Landkreisen Baden-Württembergs liegt der Inzidenzwert mittlerweile unter 35. Während aber in anderen Bundesländern, zum Beispiel in Hessen, Tennis zu zweit in der Halle gespielt werden darf, geht hierzulande seit dem 18. Dezember gar nichts mehr. Und das obwohl Hygienemaßnahmen im Tennisproblemlos eingehalten werden können“, betont BTV-Präsident Stefan Bitenc. „Tennis ist keine Kontaktsportart.“

Anregungen und Lösungsansätze haben die beiden Verbände nach eigenen Angaben dem Sozialministerium bereits vor Wochen vorgelegt, eine Reaktion sei aber bislang ausgeblieben. „Wir wünschen uns eine differenzierte Betrachtung der Sportarten“, sagt BTV-Geschäftsführer Samuel Kainhofer. Auf Entscheidungen aus der Politik wolle man dabei nicht länger warten. tv

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