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Fußball Sandhausen nach Sieg in Duisburg vor Klassenerhalt – aber bald ohne Trainer?

Kocak auf Eintracht-Zettel

Duisburg.Nach dem Zweitliga-Spiel beim MSV Duisburg war Jürgen Machmeier große Erleichterung anzumerken. „In Duisburg sind wir die Abstiegssorgen losgeworden“, sagte der Präsident des SV Sandhausen nach dem 2:0 (1:0)-Sieg an der Wedau. Kürzlich hatte Machmeier errechnet, dass 41 Punkte zum Klassenverbleib reichen sollten – genau so viele haben die Kurpfälzer bei noch vier ausstehenden Spielen nun.

Trainer Kenan Kocak, der nach dem Wechsel von Niko Kovac zum FC Bayern von mehreren Medien als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt gehandelt wird, wollte nach dem in der zweiten Halbzeit etwas glücklichen, aber insgesamt verdienten Erfolg gegen den MSV noch nicht so weit gehen wie Machmeier. „Das war ein ganz wichtiger Sieg, aber es bleibt weiterhin eng“, sagte der frühere Waldhof-Coach nach den Toren von Philipp Förster (39. Minute) und Stefan Kulovits (90.+3). Damit beendete der SVS vor 14 231 Zuschauern eine Serie von sechs Partien ohne Sieg.

Kocak hat seinen Vertrag zwar im Januar bis 2020 verlängert, doch ist es ein offenes Geheimnis, dass dieses Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel enthält. Schon wenige Woche nach seiner Verlängerung wurde Kocak als Kandidat beim VfB Stuttgart gehandelt und nun gibt es erste Gerüchte um ein Frankfurter Interesse, wie die „Bild“-Zeitung berichtete.

Bei einem Pfostenschuss des Duisburgers Cauly Oliveira Souza (64.) hatten die Sandhausener Glück. Zudem sicherte Torwart Marcel Schuhen mit einer starken Leistung den vierten Auswärtssieg. Das Restprogramm des SVS hat es allerdings in sich. Neben den Spielen beim 1. FC Heidenheim und bei Arminia Bielefeld muss Sandhausen eigentlich noch zwei weitere „Auswärtsspiele“ bestreiten. Denn sowohl am Samstag gegen den abstiegsbedrohten SV Darmstadt 98 werden die Gäste-Fans in der Überzahl sein wie auch am 33. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg, der dann womöglich noch um den Aufstieg kämpft. Angesichts der sehr engen Tabellensituation kommen die Abstiegssorgen also womöglich noch einmal zurück. mast/dpa