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Fußball Frankfurter sehen sich im Bundesliga-Topspiel am Samstagabend als klarer Außenseiter / Stürmer Paciencia fehlt weiter

Eintracht mit Respekt zu den Bayern

Frankfurt.An das Ende der Negativserie ausgerechnet bei Bayern München glauben bei Eintracht Frankfurt wohl nur die kühnsten Optimisten. Und so klingen die offiziellen Statements der Hessen vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) auch eher wie das berühmte Pfeifen im Wald. „Das ist eines der schwersten Auswärtsspiele. Uns erwartet eine absolute Topmannschaft, gegen die wir überhaupt keine Fehler machen dürfen“, sagte Trainer Adi Hütter am Freitag.

Auch Sportdirektor Bruno Hübner rechnet sich kaum Chancen aus. „Es wird schwer, zu punkten“, sagte er und schaute schon auf den Saison-Endspurt. „Wenn der Samstag rum ist, haben wir gegen die Top Fünf der Liga gespielt und in der Rückrunde mindestens zehn Zähler geholt. Wir müssen hinten raus die Punkte holen. Das werden wir“, betonte Hübner.

Einig sind sich Trainer und Sportdirektor darin, dass man die Punkte aber nicht kampflos überlassen darf. Denn nicht nur Hütter weiß: „Wenn die Leistung nicht stimmt, kann es in München sehr unangenehm werden.“ So wie vor einem Jahr, als die Hessen mit 1:5 untergingen. Hütter fordert daher: „Wir müssen über 90 Minuten sehr, sehr konzentriert und taktisch diszipliniert sein. Wir müssen vor allem die Anfangsphase gut überstehen.“

Das war zum Neustart nach der Corona-Pause in der Vorwoche beim 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach nicht gelungen, als die Eintracht nach nur sieben Minuten schon 0:2 zurücklag. „Wir wollen es besser machen“, kündigte Hütter an. Wenn dies gelinge, könne man vielleicht sogar eine Überraschung schaffen.

Hasebe verlängert um ein Jahr

So richtig glauben mag daran aber kaum jemand. „Die Bayern sind das Maß aller Dinge, das Non-Plus-Ultra im deutschen Fußball“, betonte Hütter. „Hansi Flick hat die Mannschaft in eine Verfassung gebracht, dass sie klarer Favorit auf den Meistertitel ist. Sie spielen sehr homogen, flexibel und variabel und gehen mit viel Selbstvertrauen an die Sache.“

Verzichten muss die Eintracht, bei der Makoto Hasebe seinen Vertrag bis 2021 verlängerte, weiterhin auf den verletzten Stürmer Goncalo Paciencia. Noch ungewiss ist der Einsatz von Kapitän David Abraham. Unabhängig vom Personal fordert Hütter einen engagierten Auftritt, der Mut für weitere Aufgaben geben soll. „Wir müssen uns an kleinen Dingen nach oben ziehen und versuchen, in München, wo uns keiner etwas zutraut, eine Leistung zu bringen, die uns für die kommenden Spiele aufbaut. Denn wir brauchen Punkte, um wieder in sicheres Gefilde zu kommen.“

Mit 28 Zählern belegt die Eintracht Rang 13. Das Polster zum Relegationsplatz beträgt fünf Punkte. Von einer Krise will Hütter aber nichts wissen. „Das Wort kann jeder in den Mund nehmen, der will“, sagte er. „Wir sind nicht zufrieden, aber ich rede von einer Mannschaft, die sehr konzentriert arbeitet und gut unterwegs ist. Es fehlen nur Nuancen, um Punkte zu machen.“ dpa

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