Schriesheim

Musik Kult-Band „Just for Fun“ erstmals beim Straßenfest

Premiere voll gelungen

Archivartikel

Der erste Abend am Straßenfest ist bis in die Nacht hinein ein El Dorado für Musikfreunde, Partygänger und Nachtschwärmer. An vier verschiedenen „Locations“, wie man heute sagt, nämlich am Stadtbrunnen, im oberen und unteren Schulhof sowie in der Oberstadt, ertönt Live-Musk.

Gut zwei Stunden herrscht im Weindorf vor dem Zehntkeller wahres Rock‘n‘Roll-Fieber. Der Name der hiesigen Band „Just for Fun“ ist Programm. Sie versteht es, mit ihrer handgemachten Musik wahre Lebensfreude über ihr Publikum zu ergießen. „Für uns ist wichtig, dass wir mit unserer Musik pure Lebensfreude transportieren – ob zum Tanzen oder zum Zuhören“, sagt Otto Raad.

Bühnenshow mit viel Esprit

Und zu diesem Zweck bringt er eine perfekte Show mit Witz, Esprit und echten „Monnemer Sprich“ auf die Bühne. Stets steht er in direktem Kontakt zu seinem Publikum, spricht es an, holt auch mal eine einsame Tänzerin auf die Bühne und legt mit ihr einen Rock‘n‘Roll hin.

Die Musiker insgesamt verstehen es, mit Songs wie „Line Dance“ oder mit „Roll over Beethoven“ den Rock‘n‘Roll der 1950er Jahre wieder lebendig werden zu lassen. Aber nicht nur das: „Sollen wir den ‘Wasserturm-Blues‘ spielen?“, ruft Otto Raad ins Publikum. Und dann folgt auch noch ein Evergreen von Elvis.

Das Publikum dankt den Musikern ihren Einsatz, indem es begeistert mitgeht. Vor der Bühne wird getanzt, einige „etwas ältere Junggebliebene“ haben den Rock‘n‘Roll sogar noch voll drauf – wenn auch ohne akrobatische Einlagen früherer Jahre wie etwa den Überschlag.

Amokoma am Stadtbrunnen

Kurz gesagt: Im Weindorf herrscht diesmal eine super Stimmung, die auch von jener am Historischen Rathaus kaum getoppt werden kann.

Dort spielt „Amokoma“. Dicht an dicht gedrängt, stehen hier die Musikfreude des heißen Rocks vor der Bühne, singen, klatschen mit – im Rhythmus der Musiker. Auch diese haben ihr Publikum voll im Griff. Denn als sie es zu gymnastischen Übungen wie Kniebeugen auffordern, da gehen auch alle brav mit.

Eine ganz andere Musikrichtung erklingt im Oberen Schulhof. Dort spielt Batuka authentischen Latin-Rock, eine Mischung aus kubanischem Latin Sound gepaart mit Jazz, Blues, Funk und Afroklängen.

Der Abend ist heiß – nicht nur, was die Musik angeht. Und so fällt auch der Nachhauseweg manchem schwer. Doch auch dies nicht nur wegen der tollen Musik . . . greg