Schriesheim

Gewinn für beide Seiten

Stephanie Kuntermann zur Bürgerbeauftragten

Sie ist in einem Alter, in dem andere ans Aufhören denken oder schon aufgehört haben. Barbara Schenk-Zitsch hat sich dagegen für eine neue Aufgabe entschieden und geht sie voller Begeisterung an. Bei ihrem neuen Arbeitgeber, der Stadt, herrscht eitel Freude, und das zu Recht. Ist es doch gelungen, sich die Sachkenntnis, die sich die frühere Gemeinderätin in verschiedenen Gremien angeeignet hat, auch nach ihrer Amtszeit zu sichern.

So ist nun eine ehrenamtliche Mitarbeiterin in Diensten der Verwaltung, die sich nicht nur in sozialen Belangen auskennt, sondern auch Kenntnisse über den barrierefreien Bau von Haltestellen und Gehwegen hat, die noch bis vor wenigen Jahren Neuland in vielen Kommunen waren. Eine Bürgerbeauftragte ist deshalb für alle Seiten ein Gewinn und vermutlich im weiteren Umkreis auch ein Alleinstellungsmerkmal.

Umso unverständlicher die Debatten, die vor der Sommerpause im Gemeinderat über die „Personalie“ Schenk-Zitsch geführt wurden, initiiert ausgerechnet von ihrer eigenen ehemaligen Fraktion. Heute ist es müßig zu überlegen, ob die damaligen Argumente vorgeschoben waren oder nicht. Positiv ist dagegen, dass sich eine breite Mehrheit im Rat auf die Seite Schenk-Zitschs stellte. Gut so.

Denn ein solcher Vertrauensvorschuss erleichtert den Einstieg in die neue Tätigkeit. Das lässt vergessen, dass nicht alle so freundlich gesonnen waren. Gut ist auch, dass die neue Bürgerbeauftragte mit Vorfreude und Ideen an die Arbeit geht. Die Stadt kann eine solche Einstellung auf jeden Fall gut brauchen, und so wird aus der Stelle ein Gewinn für beide Seiten.