Sandhofen

Sandhofen Buchvorstellung am Tag des offenen Denkmals

Museum erhält zwei Steinreliefs

Archivartikel

„Es gibt noch Zeichen und Wunder!“ Helga Weber, Vorsitzende des Heimatmuseums Sandhofen, freut sich, dass sie am Sonntag, 9. September, von 11 bis 16 Uhr zu einem ganz besonderen Ereignis in die Bartholomäusstraße 12 einladen kann. Das Museum erhält an diesem Tag des offenen Denkmals zwei Steinreliefs aus dem Stabhalterhaus Scharhof, die seit dem Ende der 1950er Jahre als verschwunden galten.

Fund in der Gartenmauer

„Beim Verkauf eines Hauses in Sandhofen wurden zwei von ehemals drei Reliefs von der neuen Besitzerin in der Gartenmauer vorgefunden“, so Helga Weber. Durch den Vergleich mit Fotos, die der Museumsgründer Heinrich Kirsch gemacht hatte, konnten die Mitarbeiter die Reliefs erkennen: „Seit der Eröffnung unseres Museums zeigten wir den Besuchern immer nur die Fotos von dem dortigen ehemaligen Schweinestall, in dem die Reliefs eingemauert waren. Aber über den Verbleib konnten keine Aussagen gemacht werden“, erklärt die Vorsitzende weiter. Zudem sei noch immer nicht geklärt, woher die wertvollen Stücke eigentlich kamen. Eine Möglichkeit, so Weber, sei ein früheres Jagdschlösschen im Käfertaler Wald, das zerstört worden war.

Handwerker packen mit an

Steinmetz Gerhard Siegmann und Gerhard Häffner schnitten die Reliefs aus der Gartenmauer. Der Schlossermeister Walter Wolf fertigte Tragegestelle an, um die Reliefs besser ausstellen zu können. Malermeister Markus Sperl half ebenfalls im Gemeinschaftswerk der Sandhofener Handwerker mit an.

Am Tag des offenen Denkmals wird zudem das neue Buch „Sandhofen. Fakten aus Jahrhunderten – Ein Lesebuch“ des Lokalhistorikers Alfred Heierling (wir berichteten) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Werk umfasst die Zeitspanne von 5000 vor Christus bis zum Jahr 2017 und wurde vom Heimatmuseum herausgegeben. Das 500 Seiten starke Buch liegt am Sonntag zum Kauf bereit. baum