Roche

Pharma Aktionäre profitieren von deutlichem Gewinnplus

Roche-Ausblick auch bei starkem Ergebnis vorsichtig

Archivartikel

Basel/Mannheim.Der Schweizer Roche-Konzern hat im vergangenen Jahr von einem anziehenden Pharmageschäft profitiert und seine eigenen Ziele überflügelt. Vor allem Krebsmittel und das noch recht junge Medikament Ocrevus zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) waren die Hauptumsatzbringer, wie der Konzern gestern in Basel mitteilte. Zahlen für sein Deutschlandgeschäft mit dem wichtigen Standort Mannheim stellt das Unternehmen am 11. Februar vor.

„Zukunftsfähig aufgestellt“

In das neue Geschäftsjahr geht Konzernchef Severin Schwan mit gewohnter Vorsicht: Er peilt ein Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu konstanten Wechselkursen an, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll ähnlich stark steigen. Binnen zwölf Monaten konnte der Konzern seinen Umsatz um sieben Prozent auf umgerechnet 50,47 Milliarden Euro steigern.

Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 23 Prozent auf rund 9,7 Milliarden Euro. Die Dividende steigt von 7,28 auf 7,63 Euro. „Die guten Zahlen bestätigen unseren Weg, den wir als Gesamtkonzern und auch an den deutschen Standorten eingeschlagen haben“, sagte Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH mit Sitz in Mannheim.

Mit Forschung, Entwicklung, Produktion, Logistik und Vertrieb sei der Standort in der Quadratestadt an der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt und in den beiden Konzernsegmenten Pharma und Diagnostik „zukunftsfähig aufgestellt“. Beide Sparten haben Redeker zufolge mit einem Plus von jeweils sieben Prozent in gleichem Maß zum Umsatzwachstum des Konzerns beigetragen. In den vergangenen Jahren hatte Roche mehr als 400 Millionen Euro in Mannheim investiert. Ende 2018 beschäftigte Roche dort knapp 8350 Mitarbeiter – rund 170 mehr als ein Jahr zuvor. dpa/fas