Rheinau / Hochstätt

Rheinau Amtseinführung von Valerie Wildenmann als Schulleiterin der Rheinauschule / Mannheimerin fördert Inklusion seit vielen Jahren

„Pädagogin mit Offenheit und Elan“

Archivartikel

„Hejo, die Rheinschule singt“: Mit fröhlichen Liedern, einer Zirkusvorführung und fetziger Musik der Schulband haben Mädchen, Jungs und Lehrer ihre neue Schulleiterin begrüßt. Seit einem Jahr ist Valerie Wildenmann Chefin des Rheinauschule-Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Lernen. Jetzt wurde sie im Rahmen einer Feierstunde offiziell eingeführt. Konrektorin Sabine Bindereit-Greten hob die „Offenheit, positive Einstellung, Elan und Begeisterung“ der neuen Leiterin hervor. Und ihre Schüler fanden sie „cool und echt stylisch“, wie ihr Film „Schulleitung sein ist schön“ zeigte.

Sabine Hamann vom Staatlichen Schulamt lehrte Wildenmann und ihre Gäste das Buchstabieren: Bei der Aufgabenvielfalt als Leiterin der Rheinauschule sei vor allem Fantasie gefragt, aber auch ein Netzwerk an Unterstützung. Für all das bringe Wildenmann die besten Voraussetzungen mit. Zum einen habe sie durch vielfältige Berufspraxis die verschiedensten Lebensbereiche kennengelernt. Durch ihre Qualifikation als Theaterpädagogin und ihre Praxiserfahrung in Inklusion unter anderem sei sie vielfältig aufgestellt.

Schulbürgermeisterin Ulrike Freundlieb, die die Grüße des Oberbürgermeisters und des Gemeinderats überbrachte, freute sich über das „Mannheimer Gewächs“. Die 1977 in Ludwigshafen geborene, in Mannheim aufgewachsene und in Ilvesheim wohnende Lehrerein hat nach ihrem Sonderpädagogikstudium in Heidelberg 2008 ihre erste Stelle an der Waldbachschule in Offenburg angetreten.

Im Schuljahr 2014/2015 wechselte sie an die Rheinauschule. Zwei Jahre lang hat sie erfolgreich Inklusion an der Rheinau-Grundschule entwickelt. Hinzu kommt ihr außerschulisches Engagement im Bereich Bildung. Valerie Wildenmann hat den Verlag „Raub und Ritter“ mit gegründet.

Zur Förderung der Inklusion hat sie ein Kompetenzraster entwickelt, das den Schulzugang niederschwellig gestaltet. Wildenmanns Checkraster mit 1300 Kompetenzen werde inzwischen an vielen Schulen genutzt, berichtete die Bürgermeisterin. Und als ob das noch nicht genug sei, habe sie noch zwei Kinder, zwei Kaninchen, zwei Katzen und zwei Pferde.

Unterstützung durch Netzwerk

Nach amüsanten und aufmunternden Grußworten von Rektorin Tweila Wittmann und Konrektor Peter Brauch von der Rheinau-Grundschule, von SBBZ-Schülersprecherin Tanja Umrich und von Kathrin Knoth in Vertreterin der Leitung der Waldbachschule, ergriff Valerie Waldenmann selbst das Wort. .Mir ist nach feiern, ich finde Schulleiterin sein wirklich schön“, sagte sie. Aber es sei „nicht alles Jubel, Trubel, Heiterkeit“.

Sie erklärte, warum sie aus den Inklusionsklassen zurück ans SBBZ gegangen ist: „Ich glaube Inklusion kann gewinnbringend sein, aber nur solange man daraus was macht.“ Das funktioniere nicht von allein, sondern man braucht dazu Unterstützung, ein Netzwerk. Das könne jedoch nur gelingen mit dem SBBZ als Kern.

„Das SBBZ wird nicht aussterben, es ist wichtig und kein goldener Käfig, sondern es bietet den Kindern ein dichtes Netz zum Lernen“, betonte Wildenmann. Sie dankte allen, die sie unterstützt haben.