Rhein-Neckar

Plagegeister

Tigermücke siedelt sich im Rhein-Neckar-Kreis an

Archivartikel

Meckesheim.In der Gemeinde Meckesheim ist eine neue Population der Tigermücke nachgewiesen worden. Das teilte das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises am Dienstag mit. Das Vorkommen sei auffällig geworden, da sich Anwohner durch die aggressiv stechenden Mücken geplagt fühlten. „Dies ist meist im August oder September der Fall, wenn sich aus einzelnen eingeschleppten Exemplaren schon mindestens eine Folge-Generation entwickelt hat“, heißt es in einer Mitteilung.

Wegen des bestätigten Nachweises in dem 5300-Einwohner-Ort werde nun sofort mit einem Monitoring und mit Bekämpfungsmaßnahmen im Auftrag der Gemeinde Meckesheim und des Gesundheitsamtes des Kreises begonnen, um noch in dieses Saison das mögliche Verbreitungsgebiet zu erfassen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nach Angaben der Kreisverwaltung werden Mitarbeiter der Firma Icybac – biologische Bekämpfung GmbH zeitnah mögliche Brutstätten im Umfeld der Straße Alte Gärtnerei kontrollieren. Betroffene Anwohner werden mit Flyern informiert.

Um die Plagegeister effektiv bekämpfen zu können, müssen die Mitarbeiter Zutritt zu den Anwesen in den angrenzenden Straßen erhalten. Sie können sich durch ein Schreiben des Ordnungsamtes in Kombination mit dem Personalausweis ausweisen. Bürger werden gebeten, ihnen Einlass zu gewähren.

Denn nur im Larvenstadium, in dem sich die Tigermücke im Wasser entwickelt, könne sie mit dem biologischen Mittel B.t.i bekämpft werden. Brutstätten für die Blutsauger, die Krankheitserreger wie Dengue-, Chikunguya- und Zika-Viren übertragen können, sind alle Arten von Wasseransammlungen. Durch die kühler werdenden Temperaturen werden Larven im Wasser nur noch für kurze Zeit auffindbar sein. „Jedoch könnten bei entsprechend warmen Temperaturen noch bis in den Oktober hinein die aus den Brutstätten ausgeflogenen Tigermücken auf der Suche nach Eiablageplätzen gesichtet werden“, so der Kreis. Bürger werden gebeten, dies unter Telefon 0159/01 31 34 46 zu melden.   

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