Rhein-Neckar Löwen

Handball

Jacobsen coacht per WhatsApp

Archivartikel

Barcelona.Der erste Eingriff ins taktische Geschehen erfolgte schon nach zwölf Minuten. Trainer Nikolaj Jacobsen (Bild) verfolgte nach seiner Knie-Operation das Spiel seiner Rhein-Neckar Löwen beim FC Barcelona als TV-Zuschauer und griff nach einer total verkorksten Anfangsphase seines Teams zum Smartphone. Über den Nachrichtendienst WhatsApp informierte der Däne den auf der Bank sitzenden Pressesprecher Christopher Monz, dass die Löwen im Angriff mit dem siebten Feldspieler agieren sollen. Monz gab die Anweisung an den Sportlichen Leiter Oliver Roggisch weiter – und die Umstellung folgte prompt, wenngleich sie wirkungslos blieb, was aber weniger an der Maßnahme, sondern vielmehr am wehrlosen Auftritt in Halbzeit eins lag.

„Für mich war es eine spezielle Situation“, sagte Roggisch, der an der Seitenlinie diesmal die Alleinverantwortung trug und froh ist, wenn Jacobsen nächste Woche bei der Partie gegen Wetzlar wieder dabei ist: „Es wäre ja schlimm, wenn ich Nikolaj einfach ersetzen könnte. Denn dann wäre Handballtrainer ja ein relativ leichter Job.“ mast