Rhein-Neckar Löwen

Handball Löwen gegen starke Leipziger gefordert

Erster echter Prüfstein

Mannheim.Der Blick auf die Tabelle dürfte den Rhein-Neckar Löwen gefallen. Ohne Minuspunkt stehen sie an der Spitze der Handball-Bundesliga. So weit, so gut. Doch eine echte Aussagekraft hat die Tabelle noch nicht – und das beim zweifachen deutschen Meister aus gleich zwei Gründen. Erstens: Bislang wurden erst drei Begegnungen absolviert. Zweitens: Gegen Stuttgart und Essen sowie in Ludwigshafen waren die Badener klarer Favorit, angesichts der eigenen Ansprüche gelangen Pflichtsiege. Mehr nicht.

Ein wenig mehr über das wahre Potenzial der kräftig umgebauten Löwen-Mannschaft wird fraglos das nächste Duell aussagen. Am Donnerstag (19 Uhr) kommt der SC DHfK Leipzig in die SAP Arena, in der erneut nicht vor Zuschauern gespielt wird. Dabei könnte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb gerade gegen diesen Gegner durchaus Unterstützung von den Fans brauchen. Die Sachsen sind mit 5:1 Punkten ebenfalls glänzend gestartet, trotzten zuletzt dem Spitzenteam aus Berlin einen Zähler ab und sind für die Löwen seit jeher ein äußerst zäher Rivale.

Corona: Spiel in Ungarn fällt aus

„Ein starker Gegner mit guten Leuten und einer aggressiven Deckung. Wir müssen deutlich besser spielen als gegen Essen. Denn das, was wir dort gezeigt haben, wird diesmal nicht reichen“, glaubt Mait Patrail, der sich bislang als wertvolle Alternative in Abwehr und Angriff entpuppte.

Auch Trainer Schwalb erwartet, dass es „richtig zur Sache“ gehen wird: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die seit geraumer Zeit zusammenspielt, top drauf ist und genau weiß, wie sie gegen ein Topteam agieren muss. Dennoch: Wir wollen die zwei Punkte.“

Weiterhin nicht dabei sind die Langzeitverletzten Jannik Kohlbacher (Bänderverletzung im Ellenbogen), Jesper Nielsen (Reha nach Schulteroperation) und Mikael Appelgren (Sehnenverletzung in der Schulter). Dafür steht der am Dienstag verpflichtete Schlussmann Nikolas Katsigiannis vor seinem Debüt bei den Badenern, die am 27. Oktober in der European League nicht in Tatabanya antreten werden. Im Team der Ungarn gibt es mehrere Corona-Fälle.

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