Reise

Trentino Von fabelhaften Farben der Wälder bis zu entspannter Hüttenatmosphäre

„Indian Summer“ in alpiner Kulisse

Archivartikel

Wälder in bunten Herbstfarben, Wanderungen durch die einsame Bergwelt, Hüttenzauber oder ganz einfach abschalten. Das Trentino bietet zahlreiche Gründe für einen Besuch im Herbst.

„Indian Summer“ in alpiner Kulisse: Kaum eine Jahreszeit ist in den Bergen so farbenfroh wie der Herbst, wenn sich die Blätter der Bäume vom satten Grün des Sommers in alle denkbaren Braun-, Oker, Gelb- oder Rottöne verwandeln – ein ästhetisches Spektakel und pure Freude für die Sinne. Der Waldanteil der Region liegt bei 36 Prozent. Auf einen Einwohner kommen etwa 1000 Bäume, also insgesamt 500 Millionen.

Ein ganz besonderes Naturdenkmal ist im Val di Rabbi im Stelvio Nationalpark anzutreffen: In der Nähe der spektakulären Wasserfälle von Saènt findet sich „Der Pfad der majestätischen Lärchen“: rund 20 mehrere Jahrhunderte alten Baumriesen. Auf dem Plateau von Brentonico oberhalb des Val Lagarina können Naturfreunde zwischen jahrhundertealten Kastanienbäumen flanieren.

Der Herbst in den Bergen bietet malerische Tage und viele Möglichkeiten für Ausflüge und Wanderungen: Eine besondere Route führt durch das Val di Cembra mit seinen Weinterrassen. Der Wanderweg führt vom Lago Santo durch die herbstlichen Wälder nach Passo Zise mit einem Panoramablick über die Weinberge. Ziel der Tour ist die Berghütte Rifugio Potzmauer, in der sich die Wanderer dann mit saisonalen Spezialitäten stärken können.

Eine einfache, aber abenteuerliche Tour für die ganze Familie nimmt ihren Anfang in den Buchenwäldern beim kleinen Dorf Fai della Paganella. Startpunkt ist der Ort La Capannina, von wo es entlang zahlreicher Aussichtspunkte mit Blick auf das Valle dell’Adige zur Grotta della Madonna und schließlich zur archäologischen Ausgrabungsstätte von Doss Castel geht. Im westlichen Trentino befindet sich der Adamello-Brenta-Naturpark den Wanderfreunde durch das Val di Fumo, eines der spektakulärsten eiszeitlichen Täler der Alpen, erkunden können. Die Tour führt vom künstlichen Lago Malga Bissina zur gleichnamigen Berghütte.

In den frühen Morgenstunden bietet der Weg ein unvergleichliches Farbenspiel der Lärchen, intensive Farben des Sees sowie die ersten Schneeklekse auf den Gipfeln der Adamello-Gruppe mit über 3000 Metern Höhe.

Hütten-Hopping

Ebenfalls im Adamello Brenta-Naturpark aber schon im Val Rendena führt ein Wanderweg oberhalb des Dorfes Carisolo zur Einsiedelei von San Martino, umgeben von majestätischen Lärchen und Buchen. Nach einer Legende war der Ort einst von einem Einsiedler bewohnt, der durch das Brot überleben konnte, das ihm ein zahmer Bär brachte.

Traditionell endet die Hüttensaison im Trentino am 20. September. Wenn das Wetter mitspielt, sind aber auch danach noch zahlreiche Berghütten geöffnet, manchmal sogar bis in den November hinein. Diese Orte abseits des Alltags, Sonnenauf- und Sonnenuntergang auf den Bergen, die Stille der Dolomiten oder die familiäre Atmosphäre – all das macht den Aufenthalt in einer Berghütte, egal zu welcher Jahreszeit, zu etwas Besonderem. Um zu den Hütten zu kommen, sind für die weniger geübten Wanderer noch bis spät in den Herbst zahlreiche Seilbahnen in Betrieb.

Auch in puncto Kulinarik warten die Berghütten mit zahlreichen herbstlichen Spezialitäten auf. So findet im Val di Fassa vom 22. September bis zum 7. Oktober die Initiative „Kulinarik auf den Berghütten“ statt: Hier bieten zwölf Hütten ihr eigenes, typisch regionales Menü aus 100 Prozent lokalen Produkten an.

Weitere Informationen zum herbstlichen Trentino unter www.visittrentino.info/de/erleben/herbst-special bz