Reise

Allgemein Was man über die unterschiedlichen Reiseversicherungen wissen sollte

Damit man unbeschwert in den Urlaub fahren kann

Archivartikel

Die Sommerferien stehen kurz vor der Tür und damit auch die beginnende Urlaubssaison. So sehr man sich auch auf den langersehnten Sommerurlaub freut, sollte man bei den Vorbereitungen auch plötzlich eintretende Szenarien berücksichtigen, die die schönste Zeit des Jahres schnell in eine Katastrophe verwandeln. Damit die Reise nicht unerwartet zum finanziellen Fiasko werden kann, lohnt es sich daher, bereits im Vorfeld auch seinen Versicherungsschutz zu prüfen. Das Rostocker Insurtech hepster (www.hepster.com) informiert, welche Arten von Reiseversicherungen es gibt und welche Policen Sinn machen. Generell bietet eine Reiseversicherung – oder auch Urlaubsversicherung genannt – finanzielle Unterstützung in den verschiedensten Situationen, die das Reisevergnügen trüben könnten. Die Reiseversicherung kann unter anderem folgende Bausteine enthalten: Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruchversicherung, Reisegepäckversicherung, Auslandskrankenversicherung (Reisekrankenversicherung), Reiseschutzbrief, Reisehaftpflichtversicherung, Reiseunfallversicherung.

Die Auslandskrankenversicherung kommt für die Kosten auf, die durch eine medizinische Behandlung im Ausland entstehen. Sie übernimmt im Regelfall stationäre und ambulante Heilbehandlungen, Zahnbehandlungen sowie Arznei- und Verbandmittel. Auch bei einem medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland kommt die Auslandskrankenversicherung für die anfallenden Kosten auf.

Die Reiserücktrittsversicherung ist ein Teil der Reiseversicherung, die in der Regel für alle Kosten aufkommt, die durch den Rücktritt einer bezahlten und gebuchten Reise aufgrund von gesundheitlichen Gründen oder dem Tod eines Familienmitglieds entstehen, bevor diese angetreten wird. Je kurzfristiger der Reiserücktritt ist, desto höher fallen auch die Stornogebühren aus, teilweise liegen diese bei 90 Prozent der gesamten Reisekosten kurz vor Reisebeginn. Generell gilt die Reiseversicherung für alle Reiseformen.

Eine Reiseabbruchversicherung kommt beispielsweise ins Spiel, wenn ein daheimgebliebenes Kind schwer krank wird und die Eltern daher die Reise sofort abbrechen müssen. In diesem Fall werden nicht nur die Stornokosten für das Hotel bzw. die Ferienwohnung erstattet, sondern auch die Zusatzkosten für eine mögliche Umbuchung des Fluges. Auch wenn Reisende selbst schwer krank werden und daher die Reiseleistung nicht mehr wahrnehmen können, erhalten diese einen entsprechenden Betrag von der Reiseabbruchversicherung zurück.

Im Unterschied zu der Reiserücktrittsversicherung kommt die Reiseabbruchversicherung erst zum Tragen, wenn der Urlaub bereits angetreten wurde. Der Abbruch darf dabei nicht vorhersehbar oder selbstverschuldet gewesen sein.

Eine Reisegepäckversicherung leistet grundsätzlich für gestohlenes bzw. verloren gegangenes Reisegepäck. Zu beachten gibt es, dass lediglich der Zeitwert des Gepäcks ersetzt wird, abhängig jedoch von der vereinbarten Versicherungssumme der Reiseversicherung. Oftmals kann auch ein Selbstbehalt im Schadenfall aufgenommen werden. Vor dem Vertragsabschluss ist essenziell darauf zu achten, was alles mitversichert ist, etwa auch Sportgeräte. Zudem ist eine Reisegepäckversicherung verhältnismäßig teuer und leistet nur unter strengen Auflagen. Viele Versicherer geben auch Verhaltensrichtlinien vor, wie beispielsweise die Handtasche, die nicht nur einfach über der Schulter getragen werden darf.

Die Reiseunfallversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Reisekrankenversicherung bzw. Auslandskrankenreiseversicherung. Zu den Leistungen bei der Reiseunfallversicherung gehören unter anderem die Übernahme von Rückhol- und Bergungskosten nach einem Unfall sowie eine Einmalzahlung bei andauernder Invalidität. Mithilfe dieser können entstehende Mehraufwendungen, zum Beispiel für Betreuungshilfen oder notwendige Umbauten am Haus, bezahlt werden.

Ein sogenannter Reiseschutzbrief (mit Assistanceleistungen) hilft im Urlaub, wenn beispielsweise auf der Autofahrt in den Süden eine Panne oder ein Unfall passiert. Er sorgt dann unter anderem dafür, dass ein Mietwagen gestellt wird, wenn das eigene Fahrzeug den Geist aufgegeben hat. Generell lohnt sich der Abschluss dieser Reiseversicherung vor allem für Menschen, die im Urlaub viel mit dem Auto unterwegs sind. In manchen Fällen ist der Reiseschutzbrief bereits in der Kfz-Versicherung unter dem Namen „Mallorca-Police“ enthalten.

In manchen privaten Haftpflichtversicherungen ist bereits eine weltweite Deckung integriert, so dass eine Reisehaftpflichtversicherung unnötig ist. Daher macht diese Police nur Sinn, wenn man keine private Haftpflichtversicherung hat. Experten raten jedoch dazu, eher eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, da diese günstiger ist und zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt gehört.

Zu den wichtigsten Bausteinen einer Reiseversicherung zählt die Auslandsreisekrankenversicherung. Da der Rücktransport nach Deutschland nach schweren Verletzungen je nach Urlaubsland mehrere 100 000 Euro kosten kann und auch Notfallbehandlungen im Ausland immens teuer sind, ist es sehr sinnvoll, sich um eine Auslandskrankenversicherung zu kümmern. Sie schützt mit einem vergleichsweisen geringen Versicherungsbeitrag vor hohen finanziellen Belastungen. Beim Abschluss der Reiseversicherung ist darauf zu achten, dass nicht nur ein medizinisch notwendiger Rücktransport, sondern auch ein medizinisch sinnvoller Rücktransport abgedeckt ist.

Eine Rücktrittsversicherung und eine Reiseabbruchversicherung sollten spätestens 30 Tage vor Urlaubsantritt abgeschlossen werden, um auf der gesamten Reise geschützt zu sein. Einige Tarife einer Reiseversicherung lassen es sogar zu, dass die Versicherung erst bis zum 14. Tag nach Erhalt der Buchungsbestätigung gebucht werden muss. Bei einer Last-Minute-Reise ist der Abschluss einer Reiseversicherung noch unmittelbar nach der Reisebuchung möglich.

Die Auslandskrankenversicherung hingegen kann oftmals bis zum Tag vor der Abreise abgeschlossen werden, es ist jedoch nicht möglich, sie während dem Urlaub erst abzuschließen.

Bei den Versicherern gibt es auch verschiedene Abschlussfristen bei der Reiseversicherung, die eingehalten werden müssen. Eine Verlängerung des Versicherungsschutzes während des Aufenthaltes ist bis maximal 24 Monate möglich. hep