Ratgeber

Frühlingsfrisch für Hausbesitzer: Die Arbeit beginnt schon jetzt

Archivartikel

Der Winter in all seinen Facetten kann einem Haus stark zusetzen. Auf das meiste sind die Materialien zwar ausgelegt. Aber der berühmte Zahn der Zeit schafft alles – oft schon nach wenigen Jahren. Wenn nun demnächst der Winter zu Ende geht, sollten verantwortungsvolle Hausbesitzer und Vermieter deshalb mit Kontrolle und Pflege beginnen.

Das Wetter in unserer Region mag derzeit noch alles andere als frühlingshaft sein. Aber das sollte nicht täuschen. Man darf davon ausgehen, dass bereits in wenigen Wochen Sonne und zweistellige Temperaturen wieder die Oberhand gegenüber Nässe, Wolkengrau und Frost gewinnen werden. Und auch, wenn die ersten Sonnenstrahlen dann viele von uns auf Terrassen, Balkons und in die Straßencafés locken wollen, so sollten sie zumindest die Hausbesitzer zunächst an die Arbeit treiben.

Denn allzu häufig wirft das helle Frühlingslicht einen hässlichen Schlagschatten auf das, was der Winter am Heim angerichtet hat. Das kann selbst an einem Einfamilienhaus ganz schön viel sein. Aus diesem Grund sollte man sich für die folgenden Arbeiten auch genug Zeit nehmen – Straßencafé und Terrasse machen sowieso erst Spaß, wenn man dort ohne Jacke sitzen kann und davon sind wir wirklich noch weit entfernt.

Die Problemstellungen

Zunächst müssen wir erst einmal erklären, warum ausgerechnet der Winter solch eine Problem-Jahreszeit für Gebäude darstellt. Besonders Neu-Hausbesitzer wissen das häufig noch nicht. Es ist eine Mischung verschiedener Faktoren:

1. Vornehmlich im Herbst, häufig aber auch Spätwinter, ist die Windlast tendenziell hoch. Denn durch die Wetterwechsel entstehen hier die Keimzellen für vergleichsweise starke Winde. Ob nun Sturmtief Friederike, Xavier, die Orkane Xaver, Klaus oder Emma. Sie und ihre „Verwandten“ entstanden alle im Winterhalbjahr. Und Wind wiederum ist eine Belastung für alles am und ums Haus. Bei der Dacheindeckung, weil sie Wind von einer waagerechten in eine Aufwärtsbewegung zwingt und dabei die Eindeckung zum Vibrieren bringt. Und an vielen anderen Punkten ebenfalls, weil die ständige Last von einer Seite Dinge regelrecht losrütteln kann.

2. Das Winterhalbjahr ist zwar mit Blick aufs gesamte Jahr eher trocken – zumindest was die Niederschläge anbelangt. Doch das Problem in dieser Periode ist, dass das, was von oben kommt, mangels höherer Temperaturen schlecht verdunsten kann. Was nass ist, bleibt es auch über einen längeren Zeitraum. Das fördert Algenbildung, das Eindringen von Wasser dorthin, wo es nicht hingehört.

3. Frost ist deshalb ebenfalls ein Problem. Nicht wegen der Kälte, die können sämtliche Baumaterialien sehr gut wegstecken. Aber wie bei Schlaglöchern auf der Straße wird es auch am Haus immer wieder zum Problem, dass Wasser nicht verdunstet, sondern irgendwo eindringt. Gefriert es dort, dehnt es sich mit unbändiger Kraft aus und macht so beispielsweise aus haarfeinen Putzrissen großflächige Abplatzungen.

4. Schnee war, zumindest im Raum Mannheim, in diesem Winter kein so großes Problem. Und normalerweise sind Häuser, speziell die Dächer, je nach Region auch für die zu erwartenden Schneelasten ausgelegt. Doch mit dem Klimawandel steigt eben die Wahrscheinlichkeit für Extremwetterereignisse. Und damit Schneemassen, die selbst für alpenländische Dach-Stabilität auslegungsüberschreitend wirken können. Als vor einigen Wochen das große Schneechaos herrschte, mussten viele Dächer geräumt werden, um diese Last wegzunehmen.

5. Naturmüll, in Form von Blättern, durch Winterwinde abgerissenen Ästchen, dicken Moosklumpen und Co. mag zwar für sich genommen kein echtes Problem sein. Aber all diese Dinge haben das Zeug dazu, der erste Dominostein zu sein, der zu wirklichen Winterschäden führt. Etwa, wenn sich dadurch irgendwo Wasser aufstaut.

Zusammen sollten diese Dinge einen grundsätzlich davon ausgehen lassen, dass das Haus den Winter nicht so gut überstanden hat, wie man annimmt. Ganz wichtig: Vor allem, wenn man ein neues Haus besitzt, auf dem noch Gewährleistungsansprüche liegen, sollte man die nachwinterliche Wartung nicht auf die leichte Schulter nehmen, sie kann vertraglich festgelegt sein!

Mieter informieren

Hausbesitzer, die ihr Häuschen allein bewohnen, können diesen Punkt überspringen. Aber jeder Vermieter sollte sich, bevor er loslegt oder loslegen lässt, ins Gedächtnis rufen, dass er Prüf- wie Reparaturarbeiten mit genügend Vorlaufzeit ankündigen muss. Bei nichts in diesem Artikel handelt es sich um echte Notreparaturen im Stil von Wasserrohrbrüchen, welche diese Verpflichtung legal unterlaufen können.

Am einfachsten ist es, eine Liste der Arbeiten zu erstellen, sie mit einer Vorlaufzeit von drei Werktagen, besser einer Woche, den Mietern zukommen zu lassen und um Unterzeichnung zu bitten. Selbst dann, wenn die Wohnung selbst nicht betreten werden muss.

Optisch prüfen

Der erste und gleichsam einfachste Schritt, den man tun kann, ist es, sich mit Block und Stift sowie einer Taschenlampe zu bewaffnen und dann in Ruhe das Haus „auf den Kopf“ zu stellen. Man beginnt im Keller oder auf dem Dachboden und arbeitet sich von da in die jeweils andere Richtung sowie nach draußen vor. Besonderes Augenmerk sollte dabei folgendem gelten:


  • Verfärbungen an Wänden, Decken(-verkleidungen), Tragbalken, die dort nicht hingehören. Sie könnten ein Hinweis auf Wassereinbrüche sein
  • Ausblühungen im Mauerwerk, landläufig (und eigentlich falsch) als Salpeter bezeichnet
  • Die Laibungen der Fenster. Hier kann es durch Wärmebrücken besonders leicht zu Schimmelpilzbefall kommen
  • Die Rückseite von Schränken, die an Außenwänden stehen, ebenfalls wegen Schimmel
  • Dehnungsfugen bzw. Mauerwerksanschlüsse, etwa dort, wo Balkone an die Fassade stoßen
  • Putz und Mauerwerk, besonders im unteren Bereich kurz über dem Erdboden

Alles, was einem „spanisch“ vorkommt, notiert man sich mit exaktem Fundort. Und dann wird es Zeit, alles Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Das Dach

Wie bereits kurz erwähnt, ist das Dach die mit Abstand die vom Winter am stärksten in Mitleidenschaft gezogene Zone des ganzen Hauses. Und gleichsam ist es auch dessen wichtigster Witterungsschutz. Kurzgesagt, wenn hier etwas beschädigt ist, wird es schnellere und schlimmere Auswirkungen für das restliche Haus zeigen als alle anderen Zonen. Und das nicht nur wegen der eigentlichen Eindeckung, sondern auch der Dachrinnen.

Genau deshalb sollten allerdings auch versierte Heimwerker hier nicht nur ihren eigenen Fähigkeiten vertrauen. Dazu ist das, was im Dachbereich beschädigt sein kann, viel zu vielfältig, zumal man vieles nur oben vor Ort sehen kann, weil im Inneren des Dachstuhls zumindest Unterspannbahnen den Blick verwehren und man aus Dachfenstern bzw. vom Boden nicht alles im Blick hat.

Aus dem Grund empfiehlt es sich auch, damit den Dachdecker zu betrauen. Auftragsbeschreibung: Prüfung des Dachs auf Winterschäden, Reinigung der Dachrinnen, Behebung etwaiger Schäden. Dauert selbst mit Reparaturen meist nur wenige Stunden, kostet nur geringe Summen, gibt aber echte Sicherheit.

Tipp: Vor allem Vermieter und Neu-Hausbesitzer sollten überlegen, diese sowieso jährlich wiederkehrende Aufgabe mittels eines Wartungsvertrags festhalten zu lassen, damit dauerhaft-nachweisbare Sicherheit gegeben ist.  

Stockflecken und Co.

Wenn der Blick hinter Schränke oder die Fensterlaibungen offenbart hat, dass sich hier Stockflecken oder handfeste Schimmelspuren gebildet haben, dann ist schnelles Handeln erforderlich. Zu groß ist das Potenzial der Sporen, Gesundheitsschäden bis hinauf zu schweren Atemwegserkrankungen auszulösen.

Um normalem Schimmel zu bekämpfen, braucht es keine schwere chemische Keule. Dazu reicht es bereits, die betroffene Zone mit reinem Alkohol aus der Apotheke zu benetzen. Der tötet die Sporen ab, die danach einfach mit einem feuchten Lappen abgewischt werden können. Allerdings sollte man anschließend sowohl Vorsorge wie Überwachung betreiben.

Wenn sich Schimmel bilden konnte, stimmt immer irgendetwas nicht. Das kann, bei den Schränken, einfach daran liegen, dass diese zu dicht an der Wand standen, sodass dahinter keine Luft zirkulieren konnte. Es kann auch falsches Heizverhalten sein – etwa in unbewohnten Räumen, wo man einfach zu wenig heizt. Aber es kann ebenso gut auch ein tiefergehender Schaden dahinterstecken, etwa Wärmebrücken durch falsch installierte Dämmungen oder neue Fenster.

Hier heißt es: Augen auch in den kommenden Monaten offenhalten und im Zweifelsfall einen Handwerker hinzuziehen.

Ofen & Kamin

Auch wenn es noch bis in den Mai hinein durchaus Abende geben wird, an denen Kaminofenbesitzer gern nochmal ein wenig „einkacheln“, so ist doch bald die echte Heizperiode vorbei. Und auch, wenn das Intervall des Kaminfegers normalerweise vielleicht anders aussieht, sollte man ihn dann anrücken lassen, wenn sich die meisten Heizspuren im Kamin eingelagert haben, also jetzt.

Allerdings endet der Aufgabenbereich des Kaminkehrers dort, wo das Ofenrohr aus der Wand kommt. Dafür und für den Ofen selbst ist der Besitzer zuständig. Das bedeutet:


  • Den (kalten) Ofen mit einem Aschesauger gründlich aussaugen
  • Innen auf das Sichtfenster eine feuchte (nicht farbig bedruckte) Zeitungsseite aufkleben und dort für fünf Minuten belassen. Anschließend abziehen, die Zeitung knüllen, in etwas Asche (nicht Ruß) stippen und die Verfärbungen wegreiben.
  • Hinter dem Kamin Zeitungen auslegen. Dann das Ofenrohr vorsichtig herausziehen und an Ort und Stelle in einem Müllsack stecken
  • Rohranschluss am Ofen und Wand mit dem Aschesauger aussaugen
  • Das Rohr draußen mit einer Kaminbürste oder einer Kupferdrahtbürste im Müllbeutel putzen
  • Alles zusammenbauen

Keine Sorge, den Ruß, den man danach zweifelsohne an sich haben wird, kann man mit Waschmaschine sowie Seife und Nagelbürste problemlos entfernen.

Der Außenputz

Für diese Arbeiten wird man eine Leiter benötigen. Die bitte nur mit geeignetem Schuhwerk betreten. Ziel ist es, sämtliche Risse, kleine Abplatzungen usw., welche man bei der optischen Prüfung bemerkt hat, nun genauer unter die Lupe zu nehmen und zu reparieren.

Los geht es damit, dass man Zonen rings um Risse mit dem Griff eines Schraubenziehers abklopft. Es klingt nicht hohl? Sehr gut, dann hat der Putz noch Wandkontakt. In dem Fall können kleine Haarrisse einfach mit etwas klarem Acryl aufgefüllt und nach dessen Abtrocknen ggf. mit Fassadenfarbe überstrichen werden.

Größere Risse über 5mm Breite müssen hingegen erst gereinigt und anschließend mit einer Reparaturspachtelmasse sorgsam gefüllt werden. Am schwierigsten sind naturgemäß die hohlklingenden Stellen sowie größere Abplatzungen. Dabei muss zunächst alles lose Material weggestemmt werden – häufig reicht dazu ein Maurerhammer. Dann aber kommt die eigentliche Verputzarbeit. Und wer diese nicht bereits als Heimwerker beherrscht, dem sei dringend empfohlen, einen Profi zu engagieren, andernfalls ist es gut möglich, dass das Flickwerk schon den nächsten Winter nicht übersteht.

Der „Salpeter“

Das, was wir als Salpeter bezeichnen, ist eigentlich nur eine kristallisierte Auswaschung von Mineralien, die in Mauersteinen, Mörtel, Putz usw. stecken. Das Problem ist jedoch, dass Salpeter immer ein Hinweis darauf ist, dass außen etwas nicht stimmt. Das kann, bei einem ansonsten trockenen Altbaukeller ohne äußere Schutzfolie, beispielsweise eine leckende Regenrinne sein oder ein Problem mit Abwasserleitungen, Terrassenabschlüssen oder auch Fallrohren, welche dazu führen, dass immer wieder Regenwasser an dieser einen Stelle versickert. Behebt man diese Ursache, kann man den Salpeter einfach abkehren und ist das Problem los.

Bei neueren Häusern, die aber schon ein paar Jahre stehen (und auf die somit keine Gewährleistung mehr gilt), sowie solchen Altbauten, bei denen man andere Ursachen ausschließen kann, ist es hingegen ein Alarmsignal. Denn es wird plötzlich verstärkt Feuchtigkeit gegen die Außenwand gedrückt. Dann ist guter Rat entweder teuer oder anstrengend: Im betreffenden Bereich muss die Kellerwand bis zum Fundament aufgegraben werden. So muss sie (am besten allerdings erst ab Mai) für einige Wochen austrocknen. Dann wird eine echte Abdichtung aufgebracht: Abdichtender Sperrputz an der betreffenden Stelle, ein dicker Bitumenauftrag – und wenn man es ganz richtig machen will, eine komplette Abtrennung vom Erdreich durch Kunststofffolie.

Holz

Holz wird zwar nicht so sehr vom Winter in Mitleidenschaft gezogen wie andere Baustoffe. Aber ganz ohne Pflege sollte man es jetzt nicht lassen. Sobald die Temperaturen stabil oberhalb von 15°C liegen, kann man damit beginnen. Wichtig ist zunächst, zu wissen, mit was das Holz vorher behandelt wurde. Bei Fassadenverkleidungen, Terrassenböden und Ähnlichem im Außenbereich gilt folgende Leitlinie:


  • Ist die Maserung gut sichtbar, wurde meist sogenannte Dünnschichtlasur eingesetzt. Man erkennt nicht wirklich, dass hier überhaupt ein Schutz aufgetragen wurde, weil der Holzlook weitgehend unangetastet geblieben ist.
  • Ist die Maserung schlecht sichtbar, bzw. kann man Abblätterungen sehen, kam wahrscheinlich eine Dickschichtlasur zum Einsatz.
  • Ist die Maserung gänzlich abgedeckt, wurde das Holz höchstwahrscheinlich lackiert.

Vor allem ersteres ist fast schon eine jährliche Routine. Hier sollte die gesamte Holzfläche mit einer neuen Dünnschichtlasur überstrichen werden. Bei Dickschichtlasuren indes reicht es meistens, schadhafte bzw. lose Stellen anzurauen und örtlich neu zu streichen, zumal diese auf der Holzoberfläche dicker und deshalb witterungsresistenter sind. Bei Lack indes muss man abwägen. Einzeln gestrichene Stellen sieht man ob des Farbunterschieds durch Ausbleichung meist hinterher. Auch hier sollte seriöse Winterspurenbeseitigung deshalb einen Komplettanstrich beinhalten. 

Lichtschächte

Lichtschächte haben die unangenehme Eigenschaft, zu einem regelrechten Reservoir für vom Winter angewehten und -gespülten Naturmüll zu werden. Hierfür sollte man ein paar trockene Tage abwarten. Dann wird das Gitter entfernt oder aber von innen das Fenster geöffnet. Mit einem Nass-Trockensauger kann man den meisten Dreck leicht entfernen. Allerdings empfiehlt es sich anschließend, die Abdeckgitter durch Bedecken mit feinem Maschengitter (wird als Lichtschachtabdeckungsgitter verkauft) für den nächsten Winter zu wappnen.

Moos & Co.

Bei Moos muss man unterscheiden, wo er sich befindet. Trübt er beispielsweise ein noch vor dem Winter transparentes Terrassendach ein, ist es die heimwerkertauglichste Lösung, ihn von dort mithilfe eines Hochdruckreinigers zu vertreiben – die Eindeckung ist so glatt, dass meist keine anderen Maßnahmen notwendig sind.

Ungleich schwieriger ist Moos jedoch auf allen rauen Oberflächen, also beispielsweise Putz, Verbundsteinpflaster, Beton(dacheindeckungen) usw. Hier kann man zwar mit dem Hochdruckreiniger beginnen. Allerdings wird er nur die Oberfläche säubern. In den Poren und Vertiefungen wird der hartnäckige Urzeit-Bewuchs überdauern und sich von dort rasch wieder breitmachen.

In diesen Fällen muss man zunächst wissen, dass das gerne verwendete Hausmittel, eine Mischung aus Essig und Salz, auf diesen Flächen rundweg illegal ist.  Legal und ähnlich effektiv ist es, sich in der Apotheke Natronpulver zu besorgen, es mit Wasser zu mischen und mit Hilfe eines Quasts oder einer weichen Bürste großzügig auf die Stelle zu applizieren. Nach ein paar Stunden Einwirkzeit ist das Moos in den meisten Fällen abgestorben. Erst, wenn auch das nicht wirkt, sollte man zu handelsüblichen Grünbelag-Entfernern greifen.

Fenster- und Türmechaniken

Wo man Fenster und Türen am Ende des Winters vielleicht monatelang nicht geöffnet hat, hatten Schmutz und verharzende alte Schmierstoffe genug Zeit, zu einer Masse zu werden, welche die Kipp- und Verriegelungsmechaniken sehr schwergängig machen können.

Dagegen sollte man (Beispiel für ein Fenster) folgendermaßen vorgehen:


  • Öffnen und unter Zuhilfenahme einer Stehleiter die Mechaniken an allen vier Seiten in Augenschein nehmen.
  • Die Verriegelungselemente und Mechaniken mit einem feuchten Lappen und fettlösendem Spülmittel gründlich reinigen und danach trockenreiben.
  • Die beweglichen Teile mit einem geeigneten Schmiermittel (etwa Sprühfett, nicht -öl) dünn benetzen. Fenster schließen, Griff mehrmals betätigen und nochmals dünn schmieren.
Und wenn man sowieso dabei ist, können die Dichtungen ebenfalls eine Reinigung und etwas Vaseline bekommen, damit sie schön geschmeidig bleiben und auch die sicher kommende Sommerhitze gut überstehen.


Photovoltaik & Solarthermie

Auch wenn die Profis das Dach selbst sondiert haben, so sind Photovoltaik- und Solarthermie-Systeme davon ausgenommen. Allerdings benötigen auch diese nun Arbeit, denn nach einem langen Winter sind sie wahrscheinlich ziemlich verschmutzt – und sei es nur, weil sich Kalkkränze gebildet haben.

Dazu muss man verstehen, dass selbst der dünnste Dreckschleier Sonneneinstrahlung reduziert. Bei Solarthermie mag das nicht so schlimm sein, bei Photovoltaik umso mehr. Grober Dreck wird zwar durch Regen und eine Modulneigung jenseits der zwölf Grad abgespült. Doch auch der feine Schmutz kann Leistungseinbußen von im Extremfall bis zu zehn Prozent bedeuten. Insbesondere weil der wieder steigende Sonnenstand des Frühjahrs bessere Erträge ermöglicht, sollte man, falls es vom Dachfenster aus geht, entweder selbst mit Schlauch und Schrubber tätig werden oder einen Fachbetrieb beauftragen – pro Quadratmeter kostet das keine drei Euro. Auf manchmal angebotene, Kilowatt-bezogene Festpreise sollte man sich indes nicht einlassen.

Fazit

So sehr der bald beginnende Frühling auch dazu verlocken mag, es sich in der Sonne bequem zu machen, so sehr sollte man doch als verantwortungsvoller Hausbesitzer erst einmal dem Gebäude den Vorzug geben. Denn nur seiner Widerstandsfähigkeit ist es zu verdanken, dass man den Winterwochen in einem trockenen, gemütlichen Heim trotzen konnte – und dafür sollte man sich mit ein paar Pflegemaßnahmen sowohl erkenntlich zeigen wie auch sicherstellen, dass es noch viele Jahre so bleibt.